Vom ZfL zur BiSEd

Bereits anlässlich der Zusammenführung von Universität Bielefeld und der Abteilung Bielefeld der Pädagogischen Hochschule im Jahr 1980 hat die Universität Bielefeld zur Sicherung und Weiterentwicklung der Lehrerausbildung ein Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) als zentrale wissenschaftliche Einrichtung gegründet. Neben umfangreichen Konzeptions-, Organisations- und Koordinationsaufgaben waren dem ZfL auch Aufgaben in der Forschung und Entwicklung in Kooperation mit den Fakultäten übertragen.

Das ZfL war institutionell eng mit der Lehrerausbildungskommission (LABK) verknüpft, die gemäß Zusammenführungsgesetz Entscheidungskompetenzen in übergreifenden Fragen der Lehrerausbildung hatte. Mit dem Zusammenwirken von ZfL und LABK als Querstruktur zu den Fakultäten wurde ein neuartiges und bundesweit einzigartiges Konzept für die Organisationsentwicklung, Steuerung und Qualitätssicherung in der Lehrerbildung eingeführt. So konnten an der Universität Bielefeld innerhalb weniger Jahre hohe Standards für die fachdidaktischen und schulpraktischen Anteile in der Lehrerausbildung eingeführt, neue Studiengänge entwickelt und verankert und einschlägige Entwicklungs- und Forschungsprojekte angestoßen werden.

Die grundsätzlichen Diskussionen zu der Entwicklung und Verankerung der Querstruktur haben in Rektorat, Senat und Fakultäten nicht nur zu der Einsicht geführt, dass für die fakultätsübergreifende, fakultätsunabhängige und professionsorientierte Aufgabe "Lehrerbildung" übergreifende Organisationsformen für die Qualitätssicherung erforderlich sind. Darüber hinaus bestand und besteht auch die Einsicht, dass eine zentrale Sicherung notwendig ist, wenn es um die angemessene Verteilung von Ressourcen innerhalb der Fakultäten geht.

Mit der Einführung des konsekutiven Studienmodells im Jahr 2002 wurde eine polyvalente Bachelorstruktur verwirklicht. Die Zuständigkeit für dieses polyvalente Studium liegt nicht mehr bei einem spezifischen Gremium für die Lehrerausbildung, sondern bei der Lehrkommission. Als fakultätsübergreifendes Gremium wurde zunächst ein beschließender Ausschuss der Fakultäten (Koordinationsausschuss Lehrerbildung – KL) gebildet, dem von den Fakultäten Kompetenzen im Bereich von Stellungnahmen und Empfehlungen übertragen wurden.

Das ZfL hat seit 2002 verstärkt Aufgaben übernommen, die – wegen der polyvalenten Studienstruktur - die Studienorganisation insgesamt betreffen. Dazu gehörten Impulse zur Einführung dv-gestützter Studienplanung und -information (Bielefelder Informationssystem – BIS – ) und die Übernahme wichtiger Teilaufgaben hierbei, die Beteiligung an der Steuerungsgruppe für das konsekutive Studienmodell und an der Evaluation des Modells sowie die Studieninformation im Internet über die Studienstruktur des Gesamtmodells. Mit der Aufnahme des Studienbetriebs für den Master of Education im Jahr 2005 wurden dem ZfL spezifische Zuständigkeiten für diesen Studiengang übertragen.

Nach dem Beschluss des Lehrerausbildungsgesetzes von 2009 und dem neugefassten § 30 HG wurden bereits länger existierende Pläne zur Weiterentwicklung des ZfL zu einer Professional School, der „Bielefeld School of Education (BiSEd)“, vorangetrieben und 2011 realisiert. Die Gestaltungsmerkmale der Bielefeld School of Education greifen die positiven Erfahrungen aus drei Jahrzehnten mit einer funktionierenden Querstruktur auf und ergänzen sie nach den Anforderungen des mit dem LABG neu formulierten § 30 HG. Die BiSEd ist konzipiert als eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung mit erweiterten Zuständigkeiten gem. § 30. Sie besitzt nicht den Status einer Fakultät, hat insbesondere keine Promotions- und Habilitationsrechte, ist aber gleichwohl in ihrer Organisationsform an die Binnenstruktur von Fakultäten angelehnt.

 

 

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