Aktuelle Forschungsprojekte

Hier finden Sie aktuelle einschlägige Forschungsprojekte der (lehrerausbildenden) Fakultäten der Universität Bielefeld, die sich mit Schule, Unterricht und/oder Lehrerprofessionalisierung beschäftigen bzw. hierfür von besonderer Relevanz sind.
Dies soll den interdisziplinären Austausch sowie die disziplin- und fakultätsübergreifende Vernetzung befördern und damit Forschungskooperationen und bereichsübergreifende Forschungsprojekte initiieren. Die Kontaktaufnahme zu den einzelnen Wissenschaftler/inne/n ist daher ausdrücklich erwünscht.

Ethnische Heterogenität und die Genese von Ungleichheit in Bildungseinrichtungen der (frühen) Kindheit (Diehm / Machold) »

Das Projekt untersucht die Genese ethnisch codierter Ungleichheit in Bildungsorganisationen mittels einer praxistheoretischen, methodenpluralen, längsschnittlichen Ethnographie. Mechanismen der Genese werden in organisationsspezifischen pädagogischen (Unterscheidungs-)Praktiken in Bildungseinrichtungen vermutet. Zentrale Forschungsfragen sind: Wie werden organisationsspezifische, (ethnizitätsrelevante) pädagogische (Unterscheidungs-)Praktiken von Professionellen vollzogen? Wie manifestieren sich diese in individuellen Bildungskarrieren von Kindern? Wie erfahren die betroffenen Kinder dieses Geschehen subjektiv? Systematisch begleitet auf ihrem Weg vom Elementar- über den Primar- in den Sekundarbereich werden 52 und nach dem Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule 28 Kinder mit und ohne Migrationshintergrund.

In einem möglichen Anschlussprojekt stehen die Bildungsorganisation Grundschule und der bildungsbiographisch entscheidende Übergang der Kinder in die mehrgliedrige Sekundarstufe I (Haupt-, Real-, Gesamt- und Förderschule, Gymnasium) bis in das 5. Schuljahr im Fokus der Untersuchung. Generiert werden ethnographische Längsschnittdaten. In der deutschsprachigen Bildungs- und Ungleichheitsforschung liegen sie bislang insofern nicht vor, als sie die Bildungsbiographien und -karrieren der begleiteten Kinder über acht Jahre hinweg abbilden.

 


Projektleitung:

Prof. Dr. Isabell Diehm

Goethe-Universität Frankfurt, Fachbereich Erziehungswissenschaften, Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft

Dr. Claudia Machold

Akademische Rätin a.Z. , Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 10 - Migrationspädagogik und Kulturarbeit


Weitere Projektakteure:

Jennifer Carnin, wissenschaftliche Mitarbeiterin, SFB 882, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 10 - Migrationspädagogik und Kulturarbeit

Lara Pötzschke, wissenschaftliche Mitarbeiterin, SFB 882, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 10 - Migrationspädagogik und Kulturarbeit

 

Dr. Melanie Kuhn, Oberassistentin, Université de Fribourg, Departement Erziehungswissenschaften


Projektlaufzeit:

Projektförderung:

01.07.2011 – 30.06.2016

DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft

Website:

https://sfb882.uni-bielefeld.de/de/projects/b1

Schlüsselbegriff:

Schlagworte:

Zentrale Publikationen aus dem Projekt:

Bildungsungleichheit

Pädagogische Praktiken, Ethnographie, Bildungsorganisationen



Diehm, Isabell, Kuhn, Melanie, Machold, Claudia, & Mai, Miriam (2013): Ethnische Differenz und Ungleichheit. Eine ethnographische Studie in Bildungseinrichtungen der frühen Kindheit. Zeitschrift für Pädagogik (ZfPäd), 59(5), 644–655

Kuhn, M. & Diehm, I. (2015). Zwischen Adressierung und Inszenierung. Zur professionellen Kooperation von ErzieherInnen und LehrerInnen in Sprachstandserhebungsverfahren. Zeit-schrift für Grunschulforschung. Bildung im Elementar- und Primarbereich (ZfG)(1),136-150.

Machold, C. (2015). Wie Individuen zu 'ethnisch anderen' Kindern werden. Ethnizitätsrele-vante Unterscheidungspraktiken in Kindertagesstätten und ihr Beitrag zur (Re-)Produktion von Ungleichheit. SP Soziale Passagen. Journal für Empirie und Theorie sozialer Arbeit, 7(1), 35–50.

MuVaO – Motivation und Volition als Opfer? Mehrperspektivischer Sportunterricht im Spannungsfeld von Standardisierung und Individualisierung sowie Selbststeuerung (Heinrich / Arkenau / Mergelkuhl / Schweihofen) »

Mit der Einführung der Kernlehrpläne erfolgt formal eine Betonung standardisierter Kompetenzorientierung. Auch wenn entgegen der sachlichen Notwendigkeit derzeit kaum fachspezifische Kompetenzmodelle existieren bzw. zugrunde gelegt werden, verpflichtet man die Schülerinnen und Schüler auf die verbindlichen Kompetenzerwartungen. Zweifelhaft bleibt erstens, inwieweit es sich dabei tatsächlich um Kompetenzen nach der zugrunde gelegten Definition von Weinert handelt und zweitens, inwieweit ein Unterricht im Sinne modellhafter Vorstellungen (z.B. Lersch 2007, Studienseminar Koblenz 2011) genügend Zeit zur Vertiefung und Anwendung des Gelernten bietet, wenn die Fülle der inhaltlichen Vorgaben eher einen oberflächlichen Lehrgang erzwingt. Dies gilt insbesondere für den Leistungskurs Sport, der aktuell nur in der Präambel durch eine besondere methodische Durchdringung und Vertiefung einen qualitativen Unterschied zum Grundkurs erfährt, faktisch aber lediglich durch den Umfang der ‚abzuarbeitenden‘ Kompetenzerwartungen charakterisiert wird.

Der für unser neu beantragtes Projekt relevante Aspekt ist die Differenz zwischen der häufig zitierten Weinert’schen Definition von Kompetenz (vgl. dazu kritisch Gruschka 2013) und deren faktischer Auslegung in den Kernlehrplänen. Motivationale und volitionale Fähigkeiten werden zur Lösung von komplexen Aufgaben bzw. Problemen benötigt, insbesondere wenn dies im Leben außerhalb der Schule ohne Notendruck dann tatsächlich relevant wird. In den Kompetenzmodellen, den Kernlehrplänen und den für so bedeutsam erachteten Aufgabenformaten, spielen sie als Zieldimensionen aber ebenso wenig eine Rolle wie bei den Hinweisen zur Unterrichtsgestaltung.

In diesem FEP streben wir an, auf der Basis früherer Arbeiten ein fachspezifisches, didaktisch orientierendes Kompetenzmodell im Sportunterricht weiter zu entwickeln. Dieses soll die motivationalen und volitionalen Aspekte erkennbarer integrieren, so dass der Unterricht tatsächlich zum Handeln anregt und nicht nur erwartetes Verhalten fordert. In der Praxis wollen wir in den Unterrichtsvorhaben kontinuierlich unterschiedliche methodische und didaktische Alternativen entwickeln, erproben und evaluieren, die es den Kollegiaten ermöglichen, unterschiedliche Motive und Vorstellungen zu den jeweils behandelten Inhalten in Beziehung zu setzen und diese für sich zu reflektieren. Dieser Ansatz soll in die fachdidaktische und schulfachpolitische Diskussion eingebracht werden.

 

Wissenschaftliche Gesamtleitung:

Prof. Dr. Martin Heinrich
Professor für Schulentwicklung und Schulforschung, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 4: Schulentwicklung und Schulforschung, Leiter der Wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufen-Kollegs (Versuchsschule des Landes NRW)


Projektleitung:

Christian Arkenau (StR.)

Tim Mergelkuhl (StR.)

Christian Schweihofen (StR.)


Weitere Projektakteure:

Wiebke Fiedler-Ebke, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufen-Kolleg Bielefeld


Projektlaufzeit:

Projektförderung:

2014-2016

Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Versuchsschulauftrags der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg und der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg der Universität Bielefeld

Website:

http://www.weos-bielefeld.de/forschungs-und-entwicklungsprojekte-2014-2016/

Schlüsselbegriff:

Schlagworte:

Motivation

Kompetenzmodell, Sportunterricht, Volition

Gesundheit am Oberstufen-Kolleg – Achtsamkeitstraining Lehrergesundheit: Achtsamkeit als Beitrag zur Stressbewältigungskompetenz von Lehrenden und KollegiatInnen am Oberstufen-Kolleg (Achtsamkeits-FEP) (Heinrich / Dahl) »

Das Erlernen stressreduzierender Umgangsformen mit belastenden Situationen ist ein entscheidender gesundheitsfördernder Faktor. Deshalb soll in diesem Projekt Achtsamkeit als Bewältigungsressource für Lehrende und KollegiatInnen des Oberstufen-Kollegs und Lehrende und SchülerInnen der Laborschule erlernt, trainiert und die Auswirkungen beforscht werden.

Dieses FEP wird sich somit auch mit der Frage beschäftigen, wie SchülerInnen und KollegiatInnen auf Achtsamkeitseinheiten, die von Lehrenden in den Unterricht eingebracht werden, reagieren und wie sie diese eventuell für sich selbst nutzbar machen können. Hierzu müssen Lehrende aber zunächst selbst mit den Achtsamkeitsübungen vertraut und befähigt werden, diese in ihren Unterricht einzubinden.

Der Kurs benutzt die seit langem erprobte Methode des MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction).

Die Evaluation ist methodologisch unterschiedlich angelegt. So werden zum einen  Fragebögen zum Einsatz kommen und zum anderen aber auch Interviews stattfinden. Teil des FEP ist es auch, diese verschiedenen Werkzeuge zu erarbeiten.

 

Wissenschaftliche Gesamtleitung:

Prof. Dr. Martin Heinrich
Professor für Schulentwicklung und Schulforschung, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 4: Schulentwicklung und Schulforschung, Leiter der Wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufen-Kollegs (Versuchsschule des Landes NRW)


Projektleitung:

Anne Dahl
Lehrerin für Deutsch, Französisch, Spanisch am Oberstufen-Kolleg, Bielefeld


Weitere Projektakteure:

Felix Rengstorf, Lehrer für Geschichte und Biologie am Oberstufen-Kolleg, Bielefeld

Dr. Nina Thieme, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufen-Kollegs Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaft

Gregor Lübbert (B.A.)


Projektlaufzeit:

Projektförderung:

2014-2016

Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Versuchsschulauftrags der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg und der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg der Universität Bielefeld

Website:

http://www.weos-bielefeld.de/forschungs-und-entwicklungsprojekte-2014-2016/

Schlüsselbegriff:

Schlagworte:

Gesundheit in der Schule

Reduzierung von Stress, Achtsamkeit, Meditationsmethoden

Entwicklung und Erprobung eines Konzepts zur Differenzierung in den Brückenkursen Deutsch unter besonderer Berücksichtigung der Förderung von KollegiatInnen mit DaZ (Heinrich / Guschker / Pöhl) »

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt zu den Brückenkursen Deutsch am Oberstufen-Kolleg möchte einen Beitrag  zur Förderung sprachlich-methodischer Kompetenzen bei besonderem Förderbedarf in Deutsch leisten. Während der Sprachförderung in der Sekundarstufe I in den vergangenen Jahren viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde, sind Aktivitäten für die Oberstufe in diesem Bereich noch immer eher selten.

Da es seit der Einführung der Basis- und Brückenkurse Deutsch am Oberstufen-Kolleg allerdings bereits langjährige Erfahrungen mit der Sprachförderung in Deutsch gibt, wurde zunächst die bisherige Praxis in den Brückenkursen Deutsch durch Interviews mit in diesen Kursen tätigen Lehrenden erfragt und dokumentiert. Auf der Grundlage der bisherigen Forschung und Praxiserfahrung werden die Brückenkurse nun weiterentwickelt.

Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Entwicklung und Erprobung von Instrumenten zur prozessbegleitenden Diagnostik, um Diagnose und Förderung besser zu verzahnen. Dieser Arbeitsauftrag ergibt sich aus früheren Forschungsarbeiten zu den Brückenkursen Deutsch.

Um mehr Zeit für Diagnostik und individuelle Förderung von KollegiatInnen mit einem besonderen Förderschwerpunkt in Deutsch zu haben, soll im Wintersemester 2015/16 ein sechsstündiger kombinierter Brücken-Basis-Kurs Deutsch erprobt werden.

In diesem Kurs sollen auch Unterrichtsarrangements zum Einsatz kommen, welche die Mehrsprachigkeit in den Kursen aufgreifen, um Sprachbewusstheit zu fördern und Gelegenheiten zur Wertschätzung von KollegiatInnen mit einer anderen Erstsprache als Deutsch zu geben.

Eine besondere Herausforderung ist, dass ab dem aktuellen Schuljahr (2015/16) Jugendliche mit Fluchterfahrung das Oberstufen-Kolleg besuchen, die erst seit kurzer Zeit Deutsch lernen. Diese SchülerInnen nehmen auch an dem neu zu entwickelnden Kurs teil.

 

Wissenschaftliche Gesamtleitung:

Prof. Dr. Martin Heinrich
Professor für Schulentwicklung und Schulforschung, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 4: Schulentwicklung und Schulforschung, Leiter der Wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufen-Kollegs (Versuchsschule des Landes NRW)


Projektleitung:

Birgit Guschker, Lehrende am Oberstufen-Kolleg

Marina Pöhl, Lehrende am Oberstufen-Kolleg

Weitere Projektakteure:

Vildan Aytekin, Wissenschaftliche Einrichtung Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Julia- Katharina Bonke, Praxissemesterstudierende

Gregor Lübbert (B.A.), WHK Wissenschaftliche Einrichtung Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Projektlaufzeit:

Projektförderung:

2014-2016

Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Versuchsschulauftrags der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg und der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg der Universität Bielefeld

Website:

http://www.weos-bielefeld.de/forschungs-und-entwicklungsprojekte-2014-2016/

Schlüsselbegriff:

Schlagworte:

Differenzierung in den Brückenkursen Deutsch

Sprachförderung in der Oberstufe, DaZ/Mehrsprachigkeit, Inklusion

 

Funktion und Funktionalität von Leistungsnachweisen in der Eingangsphase (Heinrich / Hofmann) »

Das Thema Leistungsmessung und -bewertung ist in Deutschland viel diskutiert, da es elementar für das deutsche Schulwesen ist. Praxistipps oder theoretischen Annäherungen beziehen sich oft auf Kriterien (etwa Reliabilität, Validität, Objektivität) oder auf häufig verwendete Formen bzw. neue Formen der Leistungsbewertung.

Am Oberstufenkolleg entsteht eine zusätzliche Herausforderung durch die  Tradition, eine zeitlich begrenzte Aktualüberprüfung (z.B. eine Klausur, ein Referat) vorzunehmen, statt mehrere Einzelnoten zusammen zu führen.

Das Projekt untersucht zunächst die aktuelle Praxis der Leistungsnachweise in der Eingangsphase im SoSe 2015. Auf der Basis dieser Daten wird sich das Projekt damit beschäftigen, welche Funktion und Funktionalität diese Leistungsnachweise in den einzelnen Kursen haben. Anhand von Interviews mit Lehrenden und KollegiatInnen sollen Funktionalitätszuschreibungen aufgezeigt und auf der strukturellen Ebene analysiert werden.

Als letzter Schritt sollen anhand der oben angeführten Analyse Rückschlüsse zur möglichen Veränderung oder fundierten Beibehaltung der Praxis gezogen werden, die z.B. in Form von Handreichungen oder Workshops weitergegeben werden.

 

Wissenschaftliche Gesamtleitung:

Prof. Dr. Martin Heinrich
Professor für Schulentwicklung und Schulforschung, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 4: Schulentwicklung und Schulforschung, Leiter der Wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufen-Kollegs (Versuchsschule des Landes NRW)


Projektleitung:

Tim Hofmann
Lehrender am Oberstufen-Kolleg Bielefeld


Weitere Projektakteure:

Reimund Brockhoff, Lehrender am Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Wiebke Fiedler-Ebke, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufen-Kollegs Bielefeld

Stefan Keymer, Lehrender am Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Dominik Pauli, SHK


Projektlaufzeit:

Projektförderung:

2014-2016

Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Versuchsschulauftrags der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg und der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg der Universität Bielefeld

Website:

http://www.weos-bielefeld.de/forschungs-und-entwicklungsprojekte-2014-2016/

Schlüsselbegriff:

Schlagworte:

Leistungsnachweis

Funktion, Leistungsmessung und -bewertung, Eingangsphase Oberstufen-Kolleg

VAmOS – Verlaufs- und Absolventenstudie am Oberstufen-Kolleg (Heinrich / Kemper) »

Die Verlaufs- und Absolventenstudie dient als Instrument der schulinternen Evaluation und Qualitätssicherung und soll einen Beitrag zur Reflexion und (Weiter-)Entwicklung der pädagogischen Praxis am Oberstufen-Kolleg (OS) leisten. Im Rahmen der Studie werden die Ausbildungsverläufe einer stark heterogenen Schülerschaft untersucht. Überdies verfolgt die Studie das Ziel, theoretisch und empirisch gestütztes Wissen über individuelle und institutionelle Bedingungen des Ausbildungserfolgs am OS zu gewinnen.

Die Studie hat ein kombiniertes Längsschnitt- und Trenddesign und bestehend aus insgesamt vier Erhebungszeitpunkten (t1-t4):

t1: Befragung aller Bewerber/innen vor dem Besuch des OS.

t2-t3: Befragung aller Kollegiat/innen am Ende der Eingangs- und am Ende der Hauptphase.

t4: Befragung aller Absolvent/innen im Kontext der beruflichen bzw. universitären Ausbildung.

Die Verlaufs- und Absolventenstudie schafft einen organisatorischen Rahmen für quantitative Befragungen der Kollegiat/innen, der Raum für variierende Evaluationsschwerpunkte und Fragestellungen aus den dem Schulentwicklungsprozess lässt. Aktueller Schwerpunkt der Studie ist die Evaluation des Unterrichts in der Eingangsphase.

 

Wissenschaftliche Gesamtleitung:

Prof. Dr. Martin Heinrich
Professor für Schulentwicklung und Schulforschung, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 4: Schulentwicklung und Schulforschung, Leiter der Wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufen-Kollegs (Versuchsschule des Landes NRW)


Projektleitung:

Angela Kemper
Akademische Oberrätin (AOR), Oberstufen-Kolleg Bielefeld


Weitere Projektakteure:

Dr. Stefan Hahn, AOR, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 4: Schulforschung und Schulentwicklung

Sebastian Udo Kuhnen (Dipl. Soz.), Wissenschaftliche Einrichtung Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Anna Olejnik, Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Hans-Joachim Sagasser, Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Dr. Karin Volkwein, Oberstufen-Kolleg Bielefeld


Projektlaufzeit:

Projektförderung:

2013 bis 2016 (geplant bis 2020)

Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Versuchsschulauftrags der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg und der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg der Universität Bielefeld

Website:

http://www.weos-bielefeld.de/forschungs-und-entwicklungsprojekte-2014-2016/

Schlagworte:

Schulentwicklung, gymnasiale Oberstufe, Studierfähigkeit

Zentrale Publikationen aus dem Projekt

Hahn, S., Kemper, A., Kuhnen, S.U., Lojewski, J., Niebling, L. & Bornkessel, P. (2014a). Lehren und Lernen in fächerübergreifenden Profilen. Ergebnisse der Profil­evaluation am Oberstufen-Kolleg aus dem Schuljahr 2013/14. In: Hahn, S., Heinrich, M. & Klewin, G. (Hrsg.) Studien zum fächerübergreifenden Unterricht. Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Oberstufen-Kollegs aus den Jahren 2012-2014. Schriftenreihe Forschungspraxis Praxisforschung, Band 2. Münster: MV Wissenschaftsverlag, S. 139-172

Hahn, S., Kemper, A., Kuhnen, S.U., Lojewski, J, Niebling, L & Bornkessel, P. (2014b). Den Bildungsgehalt fächerübergreifender Profile bewerten. Skalen zur Evaluation eines wissenschaftspropädeutischen Unterrichts nach allgemeindidaktischen Kriterien. In: Hahn, S., Heinrich, M. & Klewin, G. (Hrsg.) Studien zum fächerübergreifenden Unterricht. Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Oberstufen-Kollegs aus den Jahren 2012-2014. Schriftenreihe Forschungspraxis Praxisforschung, Band 2. Münster: MV Wissenschaftsverlag, S. 173-233

Belastungsempfinden von Lehrenden am Oberstufen-Kolleg: Erklärungsan-sätze anhand strukturtheoretischer Konzepte zu beruflichen Handlungsan-tinomien und Schulkultur (Heinrich / Kobusch) »

Als Teil des Bildungssystems unterliegen Schulen vielfältigen gemeinsamen bürokratischen Regelungen und doch ist jede Schule eine Handlungseinheit mit eigenen symbolischen und pädagogischen Sinnstrukturen und Gepflogenheiten. Diese jeweils schuleigene kulturelle Konstellation und Sinnordnung konstituiert sich in der täglichen Auseinandersetzung der handelnden Akteure einer Schule mit den pädagogischen Idealen (Imaginäres), den schulinternen Gepflogenheiten des konkreten pädagogischen Handelns (Symbolisches) und den äußeren Vorgaben und Gegebenheiten (Reales). Eine divergente Konstellation, in der Imaginäres, Symbolisches und Reales nicht zusammenpassen, erzeugt Stress.

Das Oberstufen-Kolleg formuliert umfassende pädagogische Ansprüche zu Inklusion und individueller Förderung, die sich auf das ‚Reale‘, die spezifischen Strukturprobleme seiner heterogenen Schülerschaft, beziehen. Die Erfahrung und auch die Ergebnisse eines internen Schulscreenings im Oberstufen-Kolleg weisen allerdings auf einen vorhandenen Mangel an gemeinsam getragenen pädagogischen Konzepten und auf ein hohes Belastungsempfinden der Lehrenden hin. Das könnte heißen, dass in der Struktur des Oberstufen-Kollegs Spannungen zwischen dem Symbolischen, dem Imaginären und dem Realen bestehen.

Diese Struktur-Konstellation könnte bei engagierten Lehrkräften, die sich einem hohen imaginären Anspruch verpflichtet fühlen und sich den Strukturproblemen der Schulkultur zuwenden, ein wichtiger Aspekt von Deprofessionalisierung, Scheiterns Erfahrungen und langfristiger Überforderung sein.

Um diese These zu untersuchen, werden circa 1,5- bis 2-stündige Gruppendiskussionen mit jeweils vier Vollzeit beschäftigten Lehrenden zu Oberstufen-Kolleg-spezifischen Anforderungen, zur imaginären, symbolischen und realen Schulkultur und zu personalen Bewältigungsstrategien durchgeführt, (teil)transkribiert und mittels rekonstruktiver Analyse ausgewählter Passagen ausgewertet. Ziel sind ein Einblick in das spezifische Verhältnis zwischen Ansprüchen, realen Bedingungen und konkretem pädagogischem Handeln am Oberstufen-Kolleg und die Identifikation von Stressoren, die möglicher Weise in diesem Verhältnis begründet liegen.

 

Wissenschaftliche Gesamtleitung:

Prof. Dr. Martin Heinrich
Professor für Schulentwicklung und Schulforschung, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 4: Schulentwicklung und Schulforschung, Leiter der Wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufen-Kollegs (Versuchsschule des Landes NRW)


Projektleitung:

Dr. Adriane Bettina Kobusch
Lehrende für Gesundheitswissenschaft am Oberstufen-Kolleg Bielefeld


Weitere Projektakteure:

Dr. Monika Palowski, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufen-Kollegs Bielefeld


Projektlaufzeit:

Projektförderung:

2014-2016

Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Versuchsschulauftrags der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg und der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg der Universität Bielefeld

Website:

http://www.weos-bielefeld.de/forschungs-und-entwicklungsprojekte-2014-2016/

Schlüsselbegriff:

Schlagworte:

Lehrergesundheit

Arbeitsbelastung, Schulkultur, Argumentationsmusteranalyse

Gesundheit durch Arbeitszufriedenheit (Heinrich / Möller) »

Aufbauend auf Ergebnissen der Gesundheits-, Professions- und Erziehungswissenschaftlichen Forschung unter Berücksichtigung der am Oberstufenkolleg vorliegenden Erfahrungen und Kompetenzen werden Situationen besonderer Arbeitszufriedenheit von Lehrenden untersucht. Eingesetzt werden weitgehend freie Interviews (strukturiert durch kurze Redeimpulse) mit anschließender Rekonstruktion in Interpretationsrunden unter Einsatz der Methode der objektiven Hermeneutik. Projektziel ist, neben einem besseren Verständnis dieser Situationen vor dem Hintergrund latent vorhandener Ambivalenzen, ein Beitrag zu einer Personal- und Organisationsentwicklung, die aus systemischer Sicht durch entsprechende Vereinbarungen und Rahmungen die einzelnen Lehrkräfte darin unterstützt, ihren beruflichen Alltag befriedigender zu gestalten und so gesundes Lehren und Lernen fördert.

 

Wissenschaftliche Gesamtleitung:

Prof. Dr. Martin Heinrich
Professor für Schulentwicklung und Schulforschung, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 4: Schulentwicklung und Schulforschung, Leiter der Wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufen-Kollegs (Versuchsschule des Landes NRW)


Projektleitung:

Dr. Martina Möller
Lehrende am Oberstufen-Kolleg Bielefeld


Weitere Projektakteure:

Erol Acar, Lehrender am Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Sven Eisenberger, Lehrender am Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Barbara Rösel, Lehrende am Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Dr. Agnes Schneider, Lehrende am Oberstufen-Kolleg Bielefeld


Projektlaufzeit:

Projektförderung:

2014-2016

Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Versuchsschulauftrags der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg und der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg der Universität Bielefeld

Website:

http://www.weos-bielefeld.de/forschungs-und-entwicklungsprojekte-2014-2016/

Schlüsselbegriff:

Schlagworte:

Arbeitszufriedenheit

Gesundheit, Arbeitszufriedenheit, Objektive Hermeneutik

Basiskurse Mathematik- Entwicklung und Transfer FEP Ba Mat (Heinrich / Nickelsen) »

Für den Mathematik-Unterricht in der Einführungsphase der Sekundarstufe II soll ein bestehendes Konzept des Oberstufen-Kollegs Bielefeld weiterentwickelt werden.

Das Curriculum der Basiskurse Mathematik 1 und Mathematik 2 (Ba Mat 1 & 2) in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe, die die Kollegiaten des Oberstufenkollegs besuchen, weicht von dem Curriculum des Kernlehrplans NRW ab: Z.B. werden mengentheoretische Grundlagen stärker betont und Eigenschaften reeller Funktionen ausführlicher behandelt, aber die Differentialrechnung noch nicht eingeführt.

Dieses Konzept soll weiterentwickelt werden, und Materialen für einzelne Unterrichtsreihen sollen zur Verfügung gestellt werden.

Das bestehende Skript für Ba Mat 1 wird überarbeitet, für Ba Mat 2 wird ein Skript erstellt.

Für die Außendarstellung und zur Vorbereitung von Transfer an Regelschulen wird eine publikationsfähige Darstellung des OS-Konzepts erstellt.

 

Wissenschaftliche Gesamtleitung:

Prof. Dr. Martin Heinrich
Professor für Schulentwicklung und Schulforschung, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 4: Schulentwicklung und Schulforschung, Leiter der Wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufen-Kollegs (Versuchsschule des Landes NRW)


Projektleitung:

Dr. Arfst Nickelsen
Oberstufen-Kolleg Bielefeld und Institut für Didaktik der Mathematik


Weitere
Projektakteure:

Dr. Mircea Radu, Oberstufen-Kolleg Bielefeld


Projektlaufzeit:

Projektförderung:

2014-2016

Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Versuchsschulauftrags der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg und der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg der Universität Bielefeld

Website:

http://www.weos-bielefeld.de/forschungs-und-entwicklungsprojekte-2014-2016/

Schlüsselbegriff:

Schlagworte:

Mathematik-Unterricht

Fachdidaktik, Unterrichtsentwicklung, Sekundarstufe II

BANA – Basiskompetenzen Naturwissenschaften. Evaluation und Dessimination von Konzept und Unterrichtsmaterialien. (Heinrich / Stockey) »

Entwicklung eines Fortbildungskonzeptes für die schulspezifische unterrichtliche Umsetzung kompetenzorientierter Curricula im naturwissenschaftlichen Unterricht in der Sek II.

Wesentliche Ziele des Projektes sind:

  • die Publikation des BANA-Konzeptes und der zugehörigen Unterrichtsmaterialien;
  • die Evaluation des BANA-Konzeptes unter stabilen Rahmenbedingungen;
  • Übertragung und Transformation des kompetenzorientierten BANA-Curriculum-Konzeptes auf andere Kurse der Nawi-Fächer in der Sek II im OSK und anderen Schulen;
  • Entwicklung eines Fortbildungskonzeptes, das schulspezifische Ansprüche und Erfordernisse konzeptionell berücksichtigt und die Entwicklung schulspezifischer Curricula zum Ziel hat;
  • Weiterentwicklung des BANA-Konzeptes und Fokussierung auf den Kompetenzbereich „Kommunikation und Reflexion“. Dazu zählt auch die Entwicklung eines Kursportfolios „Untersuchungsberichte“, das sowohl als formatives Evaluationsinstrument als auch als kompetenzorientiertes Instrument zur Dokumentation von Leistungsentwicklung im Kompetenzbereich „Kommunikation & Reflexion“ eingesetzt werden kann und soll;
  • Vorbereitung der Kooperation mit erfahrenen Partnern im Bereich der formativen Unterrichtsevaluation.

Die hier skizzierten Vorhaben schließen nahtlos an die bisherigen Arbeiten an, die ausführlich von Hahn et al. (2014) erläutert werden. Es wurde ein Konzept des Basiskurses Naturwissenschaften entwickelt, das drei wesentliche Ziele zum Schwerpunkt hat:

  • Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten;
  • Hinführung zum selbstgesteuerten (naturwissenschaftlichen) Arbeiten (inkl. aller positiven kurz- und langfristigen Folgen für die Motivationsqualität der Kollegiaten;
  • Vermittlung der wichtigsten inhaltlichen Grundkonzepte der Naturwissenschaften („The big Ideas of Science“) bzw. eines naturwissenschaftlichen Weltbildes (vgl. z.B. Harlen 2010) unter Berücksichtigung der Kerncurricula der Fächer Biologie, Chemie und Physik.

Um diese Ziele zu erreichen liegen dem Kurskonzept die drei fachdidaktischen Prinzipien

(1) Gleichwertigkeit von Inhalt und Methode,

(2) Erwerb von Kompetenzen durch wiederholende Einübung und

(3) Hinführung zum selbstgesteuerten wissenschaftspropädeutischen experimentellen Arbeiten zugrunde.

Harlen, W. (2010) (Hrsg.). Principles and big ideas of science education. Hatfield: Association for Science Education. Erhältlich unter: http://www.ase.org.uk/documents/principles-and-big-ideas-of-science-education/ (zuletzt abgerufen am 22.11.2011)

 

Wissenschaftliche Gesamtleitung:

Prof. Dr. Martin Heinrich

Professor für Schulentwicklung und Schulforschung, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 4: Schulentwicklung und Schulforschung, Leiter der Wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufen-Kollegs (Versuchsschule des Landes NRW)


Projektleitung:

Dr. Andreas Stockey


Forschungs- & Entwicklungsgruppe:

Dr. Tobias Allmers

Dr. Holger Bekel-Kastrup

Gudrun Friedrich

Stephanie Henrich

Cornelia Stiller


Kooperationspartner:

Prof. Dr. Matthias Wilde

Professor für Biologiedidaktik, Fakultät für Biologie, AB Biologiedidaktik, Abt. Humanbiologie und Zoologie


Projektlaufzeit:

Projektförderung:

2014-2016

Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Versuchsschulauftrags der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg und der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg der Universität Bielefeld

Website:

http://www.weos-bielefeld.de/forschungs-und-entwicklungsprojekte-2014-2016/

Schlüsselbegriff:

Schlagworte:

Scientific Literacy

Gleichwertigkeit von Inhalt und Methode, Erwerb von Kompetenzen durch wiederholende Einübung, Hinführung zum selbstgesteuerten wissenschaftspropädeutischen experimentellen Arbeiten

Zentrale Publikationen aus dem Projekt

Hahn, S., Allmers, T., Bekel-Kastrup, H., Beyer-Sehlmeyer, G., Friedrich, G., Habigsberg, A., Nickelsen, A., Stockey, A., Wilde, M. & Stiller, C. (2014). Naturwissenschaftsdidaktische Praxisforschung im Spannungsfeld von Theorie, Empirie und institutionellen Bedingungen der Praxis: Die Entwicklung des Basiskurses Naturwissenschaften (Schriftenreihe Forschungspraxis Praxisforschung). Forschung und Entwicklung am Oberstufen-Kolleg (S. 215–269). Münster: MV-Wissenschaft.

UFP/ISP-Kombi-FEP (Heinrich / Thomas) »

Im Projektteil 1 steht der evaluative Zugang der Studierenden des Praxissemesters im Unterrichtsfach Pädagogik (UFP) für Gym/Ge im Fokus, das sich durch einen „fachdidaktischen Sonderfall“ auszeichnet. Qua Curriculum werden die eigenen Lern- und Bildungsprozesse immer wieder thematisiert. Erwartet wird eine erhöhte Bereitschaft und Reflexivität der Studierenden gegenüber den eigenen Lern- und Bildungsprozessen im Praxissemester. Die ersten UFP-Studierenden am Oberstufen-Kolleg und drei weiteren Schulen werden durch Leitfragen in Gruppendiskussionen vor, während und nach dem Praxissemester zu solchen Reflexionen angeregt. Die Auswertung erfolgt methodisch in Interpretationsrunden u.a. über die Objektive Hermeneutik und Argumentationsanalyse.

Das 1. Gruppeninterview vor Beginn der Praxisphase wurde von den Uni-Dozenten interpretiert, die an dem Vorbereitungssemester aktiv beteiligt waren. Das 2. Gruppeninterview während der Hälfte der Praxishase in der Schule wurde von den Lehrenden im Fach Pädagogik am OS interpretiert. Das 3. Gruppeninterview nach der schulischen Praxis und der Berichtsphase steht noch aus und wird gemeinsam von Vertretern der FEP-Gruppe und den UFP-Dozenten der Hochschule interpretiert.

Im 2. Teil des Projektes werden die berufsbiografischen Erkenntnisse der vorangegangenen Gruppeninterviews aufgegriffen, um die Weiterentwicklung des Unterrichtsfachs Pädagogik in Richtung Inklusion in der Sek. II voranzutreiben. Hierzu steht insbesondere die Frage im Vordergrund, inwieweit die Studierenden des Unterrichtsfachs Pädagogik spezifische Haltungen und Interessen mitbringen, die die Planung eines Studiengangs „Integrierte Sonderpädagogik im Unterrichtsfach Pädagogik“ an der Universität Bielefeld begünstigen würde.

 

Wissenschaftliche Gesamtleitung:

Prof. Dr. Martin Heinrich

Professor für Schulentwicklung und Schulforschung, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 4: Schulentwicklung und Schulforschung, Leiter der Wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufen-Kollegs (Versuchsschule des Landes NRW)


Projektleitung:

Christina Thomas

Dipl. Pädagogin und Lehrende für das Fach Pädagogik


Weitere Projektakteure

Fachkonferenz Pädagogik des Oberstufen-Kolleg:

 

Nadja Farahat

Carolin Höcker

Ralf Kakies


Kooperationspartner:

_Prof. Dr. Beate Wischer, Universität Osnabrück

_Dr. Ulrich Schwerdt, Universität Paderborn,

_LiH - UFP Sven Meinholz, Universität Bielefeld


Projektlaufzeit:

Projektförderung:

2014-2016

Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Versuchsschulauftrags der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg und der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg der Universität Bielefeld

Website:

http://www.weos-bielefeld.de/forschungs-und-entwicklungsprojekte-2014-2016/

http://www.weos-bielefeld.de/ufpisp-kombi-fep/

Schlagworte:

Fachdidaktik Unterrichtsfach Pädagogik (UFP) im Master/Praxissemester;

Professionalisierungsprozesse im UFP als Basis für Inklusion in der Sek. II

Kinder- und Jugendliteratur im Medienverbund 1900-1945 (Josting) »

Mit der Erforschung der Kinder- und Jugendliteratur und ihrer Medienverbünde will das Projekt einen innovativen Beitrag zur Geschichtsschreibung der Kinder- und Jugendliteratur leisten, die sich bislang maßgeblich auf das Medium Buch beschränkte. Damit wurden inter- und transmediale Aspekte oft ebenso vernachlässigt wie der Blick auf die Beteiligten im sog. Handlungssystem Kinder- und Jugendliteratur (Produzenten, Vermittler, Rezipienten, Verarbeiter). Das Forschungsvorhaben richtet sich also auf die genannten Einzelmedien sowie Medienverbünde, nimmt aber auch die Verschränkungen medialer Techniken, Angebote / Inhalte, Rezeptions- und Distributionsformen in den Blick (Medienkonvergenz). Darüber hinaus werden die Medienverbünde im Kontext der Wissensdiskurse, ästhetischen und schulisch-pädagogischen Wertvorstellungen, politischen Verhältnisse, wirtschaftlichen, technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen ihrer Zeit betrachtet.

Von besonderem Interesse wird für anschließende Forschungen u. a. sein, inwieweit historische Medienverbünde der Kinder- und Jugendliteratur sich für literarästhetisches Lernen in inklusiven Lehr-/Lernsituationen eignen.

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Petra Josting

Professorin im Fach Germanistik für Kinder- und Jugendliteratur sowie Literatur-/ Mediendidaktik

 


Weitere Projektakteure:


Dr. Annemarie Weber, Marlene Antonia Illies

 


Projektlaufzeit:

Projektförderung:

5/2015 – 4/2018

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Website:

http://www.uni-bielefeld.de/lili/personen/pjosting/kontakt.html

Schlüsselbegriff:

Schlagworte:

Medienverbund

Kinder- und Jugendliteratur, Medien, Medienkonvergenz

 

Kinder- und Jugendliteratur, Medien, Medienkonvergenz

Einschulungsverfahren, Eingangsdiagnostiken und Bildungsentscheidungen im Kontext des Strukturwandels des Übergangs in die Grundschule (Kelle) »

Vor dem Hintergrund des Strukturwandels von Elementar- und Primarbereich in allen Bundesländern sowie des Konsenses über die Notwendigkeit vorschulischer Förderung und der Absenkung von Rückstellungsquoten stellt das mit ethnographischen Methoden arbeitende Forschungsprojekt am Beispiel des Landes Hessen die Frage, wie differenzierte Bildungsentscheidungen vor und am Schulbeginn organisational, verfahrensförmig und interaktiv hervorgebracht werden und wie dabei förderbezogene und selektive Aspekte miteinander vermittelt werden. Der Begriff der Bildungsentscheidungen wird auf alle rund um die Einschulung unter Beteiligung von Eltern und institutionellen Akteuren zu treffenden Entscheidungen für die Bildungslaufbahnen der Kinder angewendet.

Ziel des Projekts ist es erstens, die heterogene Praxis der Einschulungsverfahren und der eingesetzten Eingangsdiagnostiken auf der Organisations-, Verfahrens- und Instrumentenebene zu explorieren und praxisanalytisch zu beschreiben (Fallebene Einzelschulen; n=8); zweitens die differenzielle Handhabung der Einschulungsverfahren und Eingangsdiagnostiken in je konkreten Einzelfällen zu analysieren und die Bildungsentscheidungen zu rekonstruieren (Fallebene Einschulkinder; n=48).

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Helga Kelle
Professorin mit dem Schwerpunkt Allgemeine Pädagogik, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 1: Allgemeine Erziehungswissenschaft


Weitere Projektakteure :


Dipl. Päd. Anna Schweda
Dipl. Päd. Manuela Grab (geb. Kraft);
Anna Beutin (B.A.)



Projektlaufzeit:
Projektförderung:


04/2012 bis 03/2015
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Schlüsselbegriff:
Schlagworte:

Einschulungsverfahren
Ethnographische Schulforschung, Übergang zwischen Elementar- und Primarbereich, Bildungsentscheidungen

Das Praxissemester aus schulischer Perspektive (Klewin) »

Das Projekt nimmt mit dem Praxissemester eine wesentliche Änderung der Lehrerausbildung in NRW in den Blick, die auch Auswirkungen für die Schulen hat. Mit den Praxissemester-Studierenden kommt eine neue Gruppe von Praktikantinnen und Praktikanten in die Schulen: so ist die Praxisphase deutlich länger als in bisherigen Praktika, die Anforderungen liegen ebenfalls höher und die Gruppe der an der Betreuung Beteiligten, ist sowohl größer als bei bisherigen Praktikantinnen und Praktikanten als auch bei Referendarinnen und Referendaren.

Begleitend zur ersten Kohorte, die im Raum Bielefeld/ Minden ihr Praxissemester durchführen wird, werden zwei Schwerpunkte innerhalb des Projekts bearbeitet. Im Schwerpunkt der Gruppe A wird die komplexe Akteurskonstellation mit der Perspektive der Educational Governance analysiert. Die Ergebnisse dieser Analyse sollen Hinweise für die Überarbeitung des Praxissemesterkonzepts geben. Gruppe B hat das Ziel ein Beratungskonzept für die schulischen Ausbildungslehrkräfte zu erarbeiten. Auch wenn der Fokus auf der Beratung der Studierenden zu ihren Unterrichtserfahrungen liegt, wird ebenfalls berücksichtigt, dass die Studierenden zwei Studienprojekte durchführen müssen.

 

Projektleitung:

Dr. Gabriele Klewin
Stellvertretende Wissenschaftliche Leiterin der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg


Weitere Projektakteure:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Teilgruppe A:

Margit Dietz, Lehrende am Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Titus Gräsel, Lehrender am Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Prof. Dr. Martin Heinrich, Leiter der Wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufen-Kollegs (Versuchsschule des Landes NRW)

Dr. Karl-Norbert Ihmig, Lehrender am Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Dr. Katja Schlingmeyer, Lehrende am Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Tim Mergelkuhl, Lehrender am Oberstufen-Kolleg Bielefeld

 

Teilgruppe B:

Thomas Döring, Lehrender am Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Dr. Bernd Fiege, Lehrender am Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Hans Jäckel, Lehrender am Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Dr. Gabriele Klewin, Stellvertretende Wissenschaftliche Leiterin der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Nina Tegtmeier, Lehrende am Oberstufen-Kolleg Bielefeld


Kooperationspartner:

Bielefeld School of Education der Universität Bielefeld


Projektlaufzeit:

Projektförderung:

10/2014 – 09/2016

Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Versuchsschulauftrags der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg und der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg der Universität Bielefeld

Website:

http://www.weos-bielefeld.de/forschungs-und-entwicklungsprojekte-2014-2016/

Schlüsselbegriff:

Schlagworte:

Praxissemester

Praxissemester, Educational Governance, forschendes Lernen

Kernaufgabe Inklusion am Oberstufen-Kolleg (Lübeck) »

Das Projekt „Kernaufgabe Inklusion am Oberstufen-Kolleg“ (KIOSK) will einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Oberstufe bzw. der Ausbildung im Oberstufen-Kolleg im Hinblick auf künftig zu bewältigende Aufgaben der Inklusion leisten. Die Projektgruppe arbeitet dabei mit einem weit gefassten Inklusionsbegriff, so dass sich der Blick nicht nur auf Kinder und Jugendliche mit einem diagnostizierten „sonderpädagogischen Förderbedarf“ richtet, sondern alle SchülerInnen und Schüler, mit welchen pädagogischen Bedürfnissen auch immer, unter dem Stichwort „Inklusion“ betrachtet werden. Inklusion als Kernaufgabe aller schulischen Akteure und für alle Handlungsebenen zu erkennen und diese Handlungsfelder erschließen, das sind leitende Gedanken dieses Projektes. Da die Situation am Oberstufen-Kolleg im Fokus der Projektarbeit liegt liegt und da das OS viel Erfahrung im Umgang mit Heterogenität hat, ist u.a. ein methodischer Schwerpunkt der Projektgruppe, mit Hilfe von Interviews mit Akteuren des Oberstufen-Kollegs zu weiterführenden Erkenntnissen zu gelangen. Anvisiertes Ziel bzw. Produkt der Projektarbeit ist vor diesem Hintergrund die Erarbeitung von Empfehlungen zu einem „Inklusionskonzept“ für das Oberstufen-Kolleg Bielefeld.


Projektleitung:

Anika Lübeck
Wissenschaftliche Mitarbeiter, Oberstufen-Kolleg Bielefeld / Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 4


Weitere Projektakteure:


Daniel Heggemann, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Oberstufen-Kolleg Bielefeld / Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 4

Annette Kiene, Sonderpädagogin, Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Ramona Lau, Lehrende, Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Ingrid Rath-Arnold, Lehrende, Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Nicola Schultz, Schulsozialarbeiterin, Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Martina Wäcken, Lehrende, Oberstufen-Kolleg Bielefeld


Projektlaufzeit:

Projektförderung:

10/2014 - Mitte 2016

Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Versuchsschulauftrags der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg und der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg der Universität Bielefeld

Website:

http://www.weos-bielefeld.de/kiosk-kernaufgabe-inklusion-am-oberstufen-kolleg/

Schlüsselbegriff:
Schlagworte:

Inklusion
Inklusion, Oberstufe, Interviews

Bildungsbiografische Grenzgänge zwischen Abschluss und Abbruch. Bildungsrisiken und Bildungserfolge in der Sekundarstufe II (Palowski) »

Das Projekt „Bildungsbiografische Grenzgänge zwischen Abbruch und Abschluss. Bildungsrisiken und Bildungserfolge in der Sekundarstufe II“ widmet sich aus längsschnittlicher Perspektive dem Verlauf heterogener Bildungsbiografien in der Sekundarstufe II des Oberstufen-Kollegs sowie an vier Berufskollegs und drei Gesamtschulen in der Region.

Dazu wurden zunächst im Frühling 2013 insgesamt 478 Schülerinnen und Schüler in der Eingangsphase befragt und 71 leitfadengestützte Interviews geführt. Die quantitativen Daten wurden einer Clusteranalyse unterzogen. Mit 32 Eckfällen aus den 71 interviewten Fällen wird momentan eine qualitative Typenbildung durchgeführt. Auszüge aus zwei Fällen wurden einer Argumentationsmusteranalyse unterzogen. Ein wichtiger Schwerpunkt in Fragebögen und Interviews ist das Erleben der Eingangsphase an den unterschiedlichen Schulen und Schulformen.

Erste Ergebnisse der Analyse von Daten aus diesem ersten Erhebungszeitpunkt deuten darauf hin, dass die Eingangsphase der Sekundarstufe II und speziell auch am Oberstufen-Kolleg vielfach als hoch problematischer Übergang erlebt wird, aber auch, dass bereits vor Beginn der Qualifikationsphase Schulmüdigkeit, zeitliche Belastung und Prüfungsangst relativ weit verbreitet sind. Die interviewten Schülerinnen und Schüler unterscheiden sich außerdem sehr stark in Bezug auf ihren Bildungshintergrund, ihre Motivation und ihre Zukunftsvorstellungen.

Die zweite Erhebungsphase fand im Frühling 2015 und damit kurz vor dem Abitur der Ausgangsstichprobe statt. Auch in dieser zweiten Welle wurden zunächst Fragebögen erhoben (n=378) und daran anschließend Interviews mit den meisten der 32 Eckfälle geführt, die auch 2013 bereits interviewt wurden (n=22). Dadurch liegen sowohl quantitative als auch qualitative Längsschnitt-Daten vor. Zusätzlich wurden, wann immer möglich, Schüler/innen der qualitativen Ausgangsstichprobe im Falle von Wiederholungen, Wechseln, Abbrüchen etc. zwischen den beiden festen Erhebungszeitpunkten interviewt. Die zweite Erhebungsphase soll Ergebnisse zur Entwicklung unterschiedlicher Bildungsbiografien im Verlauf der Oberstufe und zu den Einstellungen der Schülerinnen und Schüler mit Blick auf das bevorstehende Zentralabitur liefern.

Langfristiges Ziel des Projektes mit Blick auf das Oberstufen-Kolleg ist es, einen präziseren Eindruck davon zu gewinnen, mit welchen Eingangsvoraussetzungen Kollegiat/innen ihre Laufbahn beginnen und welche (schulischen, sozialen, persönlichen) Bedingungen dazu beitragen, dass Laufbahnen am Oberstufen-Kolleg gelingen oder scheitern. Generell sollen die Ergebnisse aus dem Projekt sowohl am Oberstufen-Kolleg als auch an den übrigen beteiligten Schulen dazu beitragen, die Beratungspraxis und den Umgang mit heterogenen Eingangspopulationen empirisch zu fundieren und ggf. zu verbessern.

 

Projektleitung:

Dr. Monika Palowski
Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufen-Kollegs Bielefeld


Weitere Projektakteure:

Christel Herrlich, Lehrende der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg

Dr. Stephan Holz, Lehrender am Oberstufen-Kolleg / Koordinator für individuelle Förderung

Patrick Maas, WHK an der Wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufen-Kollegs Bielefeld

Rica Schöbel, Lehrende der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg / Laufbahnberaterin

Annett Tassler, Lehrende der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg / Laufbahnberaterin


Kooperationspartner

Drei Gesamtschulen und vier Berufskollegs im Raum OWL.


Projektlaufzeit:

Projektförderung:

2012 - 2016

Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Versuchsschulauftrags der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg und der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg der Universität Bielefeld

Website:

http://www.weos-bielefeld.de/forschungs-und-entwicklungsprojekte-2014-2016/

Schlüsselbegriff:

Schlagworte:

Bildungserfolg

Bildungsbiografien, Längsschnitt, Methodentriangulation

Zentrale Publikationen aus dem Projekt

Boller, S., Palowski, M. & Schumacher, C. (2014). „Nicht nur jemand, der seinen Stoff vermittelt.“ Schulische Beratung aus der Sicht von Schülern in der Sekundarstufe II. Friedrich Jahresheft XXXII, 91-93.

Palowski, M., Schumacher, C., Schöbel, R. & Tassler, A. (2014). Bildungsbiografische Grenzgänge zwischen Abbruch und Abschluss. Bildungsrisiken und Bildungserfolge in der Sekundarstufe II. In S. Hahn, M. Heinrich & G. Klewin (Hrsg.), Forschung und Entwicklung am Oberstufen-Kolleg. Rückblick – Bestandsaufnahme – Ausblick. Schriftenreihe Forschungspraxis Praxisforschung (Band 1, S. 143-170). Münster: MV Verlag.

 

Wie kann das Lernen aus einführenden instruktionalen Erklärungen im Fach Chemie durch spezifische Relevanzinstruktionen gefördert werden? (Roelle / Hiller) »

Die Gabe von Erklärungen ist ein häufiges Mittel, um Lernende in neue Inhalte einzuführen. In einführenden Erklärungen werden Inhalte typischerweise zunächst in abstrakter Form dargelegt (Grundlagenteil), worauf Beispiele folgen, in denen die Inhalte Anwendung finden (Beispielteil). Lernende verarbeiten solche Erklärungen jedoch oftmals unzureichend. Ein vielversprechendes Mittel, um lernerfolgskritische Verarbeitungsaktivitäten zu fördern, sind spezifische Relevanzinstruktionen (SRI; alias Prompts oder Leitfragen). So zeigt sich, dass der Erfolg beim Lernen aus einführenden Erklärungen sowohl durch SRI, die Lernende zu Beispiel-Grundlagen Rückbezügen anregen als auch durch grundlagenfokussierende SRI, die Lernende dazu anregen, abstrakte Inhalte ohne Beispielbezug zu elaborieren, gefördert werden kann. Diese beiden Arten von SRI wurden bislang stets getrennt voneinander untersucht. Daher ist es eine offene Frage, ob sie den Lernerfolg unterschiedlich beeinflussen. Zudem ist es unklar, ob sie sinnvoll miteinander kombiniert werden können. Um diesen Fragen nachzugehen, werden zwei aufeinander bezogene Experimente mit SuS der Jahrgangsstufe 8 durchgeführt.

 

Projektleitung:

Dr. Julian Roelle

Abteilung für Psychologie; Arbeitseinheit Bildungspsychologie

Sara Hiller

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, M.Sc., Abteilung für Psychologie; Arbeitseinheit Bildungspsychologie

 



Kooperationspartner

Prof. Dr. Stefan Rumann

Universität Duisburg-Essen, Didaktik der Chemie

 


Projektlaufzeit:

Projektförderung:

1.10.2015 – 30.09.2016

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Website:

http://www.uni-bielefeld.de/psychologie/ae/AE13/projekte/erklearungen/index.html

Schlüsselbegriff:

Schlagworte:

Erklärungen

Instruktionale Erklärungen; beispielbasiertes Lernen; Chemiedidaktik

 

 

BiLieF – Bielefelder Längsschnittstudie zum Lernen in inklusiven und exklusiven Förderarrangements (Wild / Lütje-Klose / Schwinger) »

Das vorliegende Forschungsvorhaben greift die Debatte um Vor- und Nachteile inklusiver vs. exklusiver Formen sonderpädagogischer Beschulung auf und setzt an den aktuellen bildungspolitischen Bemühungen in NRW an, den Anteil der innerhalb des Regelschulsystems in integrativen Klassen unterrichteten FörderschülerInnen deutlich auszuweiten. Um zu prüfen, ob die damit verknüpften Hoffnungen und Erwartungen erfüllt werden, wird die Entwicklung des Selbstwertgefühls, des schulischen Wohlbefindens und der Lernmotivation bei Kindern mit Lernbeeinträchtigungen am Ende der Grundschulzeit längsschnittlich untersucht. Dabei werden drei Formen sonderpädagogischer Förderung verglichen: (a) die Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen, (b) der gemeinsame Unterricht / die Integrationsklasse sowie (c) die Grundschule mit Unterstützung durch ein Kompetenzzentrum für sonderpädagogische Förderung (KsF). Dem theoretisch zugrunde gelegten Angebot-Nutzungsmodell folgend werden diese Beschulungsformen als formal unterschiedliche Bildungsangebote gefasst, deren Wirkung maßgeblich von der konkreten Umsetzung und Nutzung abhängt. Aus dieser Perspektive kommt somit individuellen sowie kontextuellen Risiko- und Resilienzfaktoren eine entscheidende Rolle zu. Diese werden ebenso wie Bildungsprozesse und -ergebnisse in einem interdisziplinären Zugriff (Sonderpädagogik und Pädagogische Psychologie) modelliert und mit Rückgriff auf Fragebögen und Tests (die Schülerbefragungen erfolgen Mitte 3. Klasse sowie Anfang und Ende 4. Klasse) sowie Gruppeninterviews mit Lehrkräften (Anfang 4. Klasse) erfasst. Die erwarteten Ergebnisse können auf 3 verschiedenen Relevanzebenen nutzbar gemacht werden. Beispielsweise können auf der Ebene der Schulentwicklung geeignete Inklusionskonzepte entwickelt werden, welche zum einen die Rahmenbedingungen der einzelnen Schule berücksichtigen und zum anderen die notwendigen Professionalisierungsangebote für Lehrkräfte in Form von Weiterbildungen etc. als unverzichtbare Bestandteile sonderpädagogischer Beschulung vorsehen.


Projektleitung:

Prof. Dr. Elke Wild
Professorin für Pädagogische Psychologie, Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft, Abt. Psychologie, AE Pädagogische Psychologie;

Prof. Dr. Birgit Lütje-Klose
Professorin für Sonderpädagogik mit dem Schwerpunkt Heterogenität, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG3: Schultheorie mit dem Schwerpunkt Grund- und Förderschulen;

Prof. Dr. Malte Schwinger
Professor für Pädagogik und Entwicklungspsychologie, Universität Witten/Herdecke



Weitere Projektakteure:



Dr. Julia Gorges, Universität Bielefeld, AE Pädagogische Psychologie;

Dipl.-Päd. Sarah Kurnitzki, Universität Bielefeld, AG Schultheorie mit dem Schwerpunkt Grund- und Förderschulen;

Björn Serke (M.Ed.), Universität Bielefeld, AG Schultheorie mit dem Schwerpunkt Grund- und Förderschulen;

Daniela Stranghöner (M.Sc.), Universität Bielefeld, AE Pädagogische Psychologie


Projektlaufzeit:
Projektförderung:

01.03.2012 - 30.06.2015
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Website:

http://www.uni-bielefeld.de/inklusion

Schlüsselbegriff:
Schlagworte:

Inklusion
Inklusion, Pädagogische Psychologie, Sonderpädagogik

Projektregistrierung

Einschlägige Forschungsprojekte, die sich mit Lehrerprofessionalisierung, Schule und/oder Unterricht beschäftigen, können jederzeit eingereicht werden. Bitte nutzen Sie hierzu die folgende Projektkartei bzw. das Word-Dokument als Vorlage. Sollten Sie mehrere einschlägige Projekte mit Bildungs- bzw. Schulrelevanz leiten, so kopieren Sie bitte die Word-Vorlage und füllen Sie sie für jedes dieser Projekte separat aus. Hilfreich wäre es, wenn eine Person Ihrer jeweiligen Arbeitsgruppe die infrage kommenden Projekte in einer Word-Datei sammelt und gebündelt an
bised-forschung@uni-bielefeld.de schickt.

Projektkartei 1 zur Erfassung einschlägiger Professions-, schul- und unterrichtsbezogener Forschungsprojekte

 

 

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