Inklusive Unterrichtsmaterialien im europäischen Vergleich

Betrachtet man den Inklusions-Diskurs der letzten Jahre in Europa, so gibt es in vielen Bereichen deutliche Weiterentwicklungen für den schulischen Bereich. Diese betreffen die bildungspolitische, schulpraktische sowie wissenschaftliche Ebene und äußern sich u.a. in neuen Lehreraus- und Lehrerfortbildungskonzepten, inklusionsdidaktischen Modellen und der Diskussion über ein Grundverständnis inklusiver Beschulung mit in Teilen schulsystemischen Auswirkungen.

Logo itmWas bislang jedoch noch kaum systematisch in den Blick genommen wurde, sind die Konsequenzen inklusiver Beschulung auf der Ebene der hierfür für die Unterrichtsgestaltung zur Verfügung stehenden Unterrichtsmaterialien. Hier fehlt es sowohl an Veröffentlichungen qualitativ hochwertiger Materialien, die wissenschaftliche Erkenntnisse in ihrer Gestaltung mit Berücksichtigen, als auch an Instrumenten, um von Verlagen vielfältig unter dem Label „inklusiv“ veröffentlichte Materialien schnell und effektiv hinsichtlich ihrer Eignung für den Einsatz in inklusiven Lernsettings zu überprüfen. Recherchen und Rücksprachen mit Akteuren aus anderen Ländern Europas haben ergeben, dass dieses Problem nicht überall gleichermaßen auftritt, jedoch über Deutschland heraus eine Herausforderung über das professionelle Handeln von LehrerInnen zu sein scheint.

In Orientierung an dieser Ausgangssituation dient das von der EU über Strategische Partnerschaften geförderte Projekt dazu, im Austausch zwischen den Ländern Schweden, Italien, Deutschland und Luxemburg inklusive Unterrichtsmaterialien im internationalen Vergleich hinsichtlich ihrer zentralen Gestaltungskriterien zu sichten. Ebenso soll eine Verständigung über eine ideale Vorgehensweise bei der (Weiter-)Entwicklung entsprechender Materialien stattfinden. Ziel ist es, hiervon ausgehend einerseits einen in mehreren Sprachen erscheinenden und international in Europa einsetzbaren Kriterienkatalog zu entwickeln, der aufbauend auf der Vorstellung beispielhafter Unterrichtsmaterialien dazu dienen kann, LehrerInnen sowie ggf. der Bildungspolitik bei der Bewertung bereits auf dem Markt vorhandener Angebote für den Schulunterricht zu helfen. Berücksichtigt werden sollen hierbei sowohl fächerübergreifende als unterrichtsfachspezifische Kriterien. Andererseits soll ein ideales Prozessmodell zur Entwicklung und Adaptation entsprechender Unterrichtsmaterialien unter Berücksichtigung schullokaler Spezifika entstehen. Die Ausgangsbasis des Projektes ist eine international-vergleichende Studie, die mit Hilfe der Projektpartner Unterrichtsmaterialien mit inklusivem Anspruch zusammenträgt und Gestaltungskriterien für inklusive Unterrichtsmaterialien entwickelt.

Nähere Informationen über das Projekt

 

 

Ansprechpersonen

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Projektleitung:
Jun.-Prof. Dr. Michaela Vogt

Foto Bierschwale

Projektkoordination:
Christoph Bierschwale

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