Erfahrungen

Das Praxisprojekt zielt darauf ab, durch eine enge Zusammenarbeit von Schule und Universität sowie ein klares Aufgabenprofil einen bestmöglichen Einsatz der Studierenden während der Praxisphase und damit die Chance auf langfristig angelegte Praxiserfahrungen zu ermöglichen. Seit dem WiSe 2007/2008 wird daher an der Universität Bielefeld zur Vernetzung von Theorie und Praxis in der ersten Phase der Lehrerausbildung in Kooperation mit Lehrenden der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, der Fakultät für Mathematik, der Bielefeld School Education (vormals Zentrum für Lehrerbildung) sowie kooperierenden Schulen in der Region ein alternatives Praktikumsmodell angeboten.

Studierende der Unterrichtsfächer Deutsch, Englisch und Mathematik haben die Möglichkeit, ihre Praxisphase semesterbegleitend an den beteiligten Schulen durchzuführen. Die Studierenden übernehmen für ein Schulhalbjahr eigenverantwortlich den Unterricht in kleineren Fördergruppen, entwickeln, erproben und evaluieren dabei Fördermaterialien, betreuen die individuellen Lernprozesse und -entwicklungen der Schülerinnen und Schüler, dokumentieren die Förderung z. T. über Videoaufnahmen und führen kleine Praxisforschungsprojekte durch. Neben der Betreuung der Fördergruppen bestehen für die Studierenden zusätzliche Hospitationsmöglichkeiten im Fachunterricht aller Jahrgänge.

Begleitet wird diese Praxisphase durch Veranstaltungen in der fachdidaktisch ausgerichteten profilbezogenen Praxisstudie der beteiligten Fächer bzw. in der von den Unterrichtsfächern organisierten, durchgeführten und begleiteten Berufsfeldbezogenen Praxisstudie (Studienmodell 2011). An der Schule gibt es jeweils einen Lehrauftrag pro Fach, so dass die Studierenden vor Ort sowohl organisatorisch als auch inhaltlich von einer erfahrenen Lehrkraft betreut werden, die zudem die Praxiserfahrungen mit den Studierenden reflektiert. Hinsichtlich der wissenschaftlichen Begleitung und Unterstützung sowohl der Lehrenden als auch der Studierenden sind an den beteiligten Fakultäten jeweils studentische und wissenschaftliche Hilfskraftstellen eingerichtet worden.

In der oben beschriebenen Vernetzung von Theorie und Praxis erhalten die Studierenden – vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung mit den Lern- und Denkprozessen, aber auch Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler der Fördergruppen – Einblicke in die notwendigen fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Grundlagen, um gezielt Beobachtungen und Deutungen durchführen sowie Förderalternativen entwickeln zu können. Somit werden bereits elementare förderdiagnostischen Kompetenzen für den Lehrerberuf aufgebaut.

 

 

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