Berufsziel "Lehrer/in" - Schulische Praxisstudien (FAQ) - Studienmodell 2011

Anmeldung »

Ich möchte nach dem nächsten Semester ein Blockpraktikum innerhalb der Region BI, HF, LIP, GT, MI machen. Wann und wie melde ich mich an?

Die Anmeldung erfolgt jeweils in den ersten beiden Wochen der Vorlesungszeit, also im Oktober für das Blockpraktikum im Frühjahr und im April für das Blockpraktikum im September. Anmeldungen werden grundsätzlich nur über das Internet abgewickelt. Auf den Bachelor- oder Master-Seiten der jeweiligen Fächer wird oben rechts im blauen Kasten ein Link eingeblendet, der Sie zur Anmeldung leitet. Außerdem wird in den Lehrveranstaltungen darauf hingewiesen, in manchen Fächern zusätzlich über den jeweiligen Newsletter.

Letzte Änderung: 23.02.2009, lehrerausbildung@uni-bielefeld.de

Selbstsuche »

Ich muss eine Praxisstudie machen. Darf ich mir selbst eine Schule suchen?

Nein, in der Mehrzahl der Fälle nicht! Dies geht teils aus inhaltlichen, teils aus organisatorischen Gründen meistens nicht.

Zunächst die Ausnahme von der Regel: Ausgenommen sind, sofern die Konzeption der Praxisstudie dies zulässt, diejenigen, die eine Praxisstudie ausserhalb der Region BI, HF, LIP, GT, MI machen wollen. Sie können sich selbst einen Platz suchen. Diese Möglichkeit scheidet aber ziemlich sicher aus, wenn Lehrende Sie in der Schule betreuen oder wenn die Lehrveranstaltungen an bestehende Kooperationsbeziehungen anknüpfen.

Plätze für schulische Praxisstudien in der Region BI, HF, LIP, GT, MI werden vom Fach bzw. Veranstalter (Tages- oder Projektpraktika), vom ZfL (Praxisphase im Februar und März) oder von beiden gemeinsam eingeworben, nicht von den Studierenden. Bei Tages- oder Projektpraktika können zwischen Fach und ZfL Ausnahmen abgesprochen werden, wenn auszuschließen ist, dass Schulen durch vielfältige Anfragen von Studierenden belastet werden.

Der Grund für diese Regel ist einfach: Pro Jahr werden in der Region weit über 1000 Praxisstudien durchgeführt, allein 800 davon im Februar/März. Wenn Studierende in großer Zahl die Schulen anrufen oder aufsuchen, führt dies regelmäßig zu Verärgerung. Die Praktikumsvermittlung bekommt immer mal wieder Anrufe von Schulen, die sich über diese unkoordinierte Praxis beschweren. Manchmal heisst es dann: "Wenn die Universität das nicht endlich koordiniert, nehmen wir überhaupt keine Praktikanten mehr!"

Deshalb gilt (übrigens schon seit vielen Jahren!) die Regel: Entweder vermittelt die BiSEd oder das Fach (bzw. die Dozenten). Zwar haben sich in der Vergangenheit nicht alle daran gehalten, aber mit der immens wachsenden Zahl der Praktikumsfälle (die Meldungen über sogenannten "Lehrermangel" haben zu steigenden Studierendenzahlen geführt; die ministeriellen Vorgaben erzwingen eine hohe Zahl von Praktika) wird der Druck größer, das zu unterbinden.

Wir stellen übrigens immer wieder fest, dass Studierende, die versuchen die Regel zu umgehen, sich selbst in Schwierigkeiten bringen. Dafür gibt es viele Beispiele. Mehrfach hatten wir folgende Variante: Einige Schulen haben unvorsichtigerweise neben der offiziellen Anfrage weitere "Nebenanfragen" positiv entschieden. Nun führt aber in vielen Schulen niemand über solche dezentralen Anfragen Buch, zumindest nicht vollständig. Manchmal stellt die Schule dann am ersten Praktikumstag fest, dass sie nicht leisten kann, was da auf sie zukommt, und schickt diejenigen wieder nach Hause, die sich nicht an den offiziellen Weg gehalten haben. Übrigens: diese Kandidaten sind die einzigen, die in den letzten Jahren leer ausgingen. Bei den Vermittlungen durch die BiSEd sind jeweils alle Studierenden versorgt worden. Weit über 90 % sind an eine von fünf Schulen vermittelt worden, die sie bei der Anmeldung im Internet angegeben haben; über 60 % haben sogar die Schule "erster Wahl" bekommen.

Letzte Änderung: 23.02.2009, lehrerausbildung@uni-bielefeld.de

Wozu Vorgaben? »

Wozu die ganzen Vorgaben? Warum kann ich mein Praktikum nicht machen, wann, wo und wie ich will?

Es geht nicht darum, dass Sie irgendein "Praktikum" machen. Praxisstudien sollen Sie entweder bei der Wahl eines Studienprofils und damit für ein späteres Tätigkeitsfeld unterstützen (orientierende Praxisstudie) oder Kompetenzen für ein konkretes Tätigkeitsfeld (hier: für den Lehrerberuf) vorbereiten bzw. entwickeln. Deswegen sollen die Fächer systematisch vorbereitete und nachbereitete bzw. durchgängig begleitete Praxisstudien entwickeln. Dies wird nicht nur in Bielefeld so gesehen, sondern entspricht auch den Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen. Dazu zunächst die beiden wichtigsten inhaltlichen Vorgaben der Lehramtsprüfungsordnung des Landes NRW (LPO), denen sich die Universität Bielefeld zu stellen hat (Die Worte vor dem Zitat sind den Bielefelder Verhältnissen angepasst und finden sich nur sinngemäß in der LPO):

In Praxisstudien "werden theoretische Studien und schulpraktische Erfahrungen in verschiedenen Schulformen systematisch miteinander verknüpft (...). Die Studierenden sollen die Berufsrealität der Lehrerinnen und Lehrer auf der Grundlage wissenschaftlicher Theorieansätze verstehen lernen und durch Erfahrungen in der Schule Schwerpunkte für das Studium setzen." (§ 10 LPO)

Für die profilbezogenen Praxisstudien im Kernfach und die Fallstudien in EW "sind in einem vorrangig erziehungswissenschaftlich oder fachdidaktisch ausgerichteten Modul unter Beteiligung der Fachwissenschaften Themenstellungen und Verfahrensweisen für Studien- und Unterrichtsprojekte in Schulen zu entwickeln." (§ 10 LPO)

Weitere verbindliche Ziele enthalten die Rahmenvorgaben "Praxisphasen in den Lehramtsstudiengängen" des Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes Nordrhein-Westfalen. Z.B.:

"Praxisphasen ermöglichen theoriegeleitete Erfahrungen im Handlungsfeld Schule" (S. 2)

"In den Praxisphasen sind Wissenschaft und Praxis durch geeignete Lehr- und Lernarrangements sinnvoll aufeinander zu beziehen. Praktika in der Schule sind mit universitären Lehrangeboten so zu verknüpfen, dass sie systematisch vorbereitet und ausgewertet und die daraus resultierenden Erkenntnisse in den weiteren Studienverlauf inetgriert werden können." (S. 2)

"Die Studierenden sollen auch in den Praxisphasen die grundlegenden beruflichen Kompetenzen, die im Studium vermittelt werden, durch Formen forschenden Lernens erwerben. Im Handlungsfeld Schule beschreibt forschendes Lernen einen Lernprozess, der im forschungsorientierten Zusammenspiel von Theorie und Praxis theoriegeleitete Erfahrungen ermöglicht. Damit sind die Praxisphasen wissenschaftsorientierte Ausbildungselemente und legen zugleich Grundlagen für professionsorientiertes Können." (S. 2)

Letzte Änderung: 23.02.2009, lehrerausbildung@uni-bielefeld.de

Vermittlung BiSEd »

Welche Praktikumsplätze werden von der BiSEd vermittelt?

Ganz einfach: Die Praktikumsvermittlung der BiSEd wirbt zentral Plätze für alle Fächer ein, die Blockpraktika im Februar/März durchführen. Bis auf Weiteres nimmt die Praktikumsvermittlung auch Einwerbungen für alle Fächer vor, die Blockpraktika im September anbieten. Die Einwerbung folgt den Wünschen der Studierenden.

Eine Unterstützung bei der Einwerbung von Plätzen für semesterbegleitende Praxisstudien kann zwischen Fach bzw. DozentIn und der Praktikumsvermittlung vereinbart werden.

Letzte Änderung: 23.02.2009, lehrerausbildung@uni-bielefeld.de

Vermittlung für Semesterbegleitende Praxisstudien »

Warum werden keine Plätze für semesterbegleitende Praxisstudien in Form von Tages- und Projektpraktika vermittelt?

Mit den verfügbaren Kapazitäten können nur hochgradig standardisierte Massenverfahren durchgeführt werden. Tages- oder Projektpraktika sind wegen der vielfältigen Inhalte und Organisationsformen sowie der engeren Kooperation zwischen Lehrenden an der Hochschule und LehrerInnen an den Schulen nicht in den üblichen Massenverfahren abzuwickeln. Schon die Frage, wann sind die Studierenden in der Schule, kann nur individuell verhandelt werden, während im Blockpraktikum die Devise heisst: in einem festgelegten Zeitraum X werden Y Stunden pro Woche nach Maßgabe der Schule abgeleistet. Dies ist bei semesterbegleitenden Praxisstudien weder sinnvoll noch studienorganisatorisch möglich.

Perspektivisch soll allerdings ein virtueller Markt für gemeinsam zu entwickelnde Projekte von Schule und Universität konzipiert werden. Die Realisierung dieser Idee stellen wir aber noch zurück, weil im Rahmen des Modellversuchs andere Arbeiten vordringlich sind.

Letzte Änderung: 23.02.2009, lehrerausbildung@uni-bielefeld.de

Anderes Bundesland/Ausland »

Ich möchte mein Praktikum gerne in einem anderen Bundesland / in einem anderen Staat machen. Geht das?

Grundsätzlich gibt es keine Einwände dagegen, wenn Sie über den nordrhein-westfälischen Tellerrand sehen wollen. Es sind aber zwei Dinge zu beachten. Wie bei jedem Praktikum so gilt auch hier: Niemand geht unvorbereitet ins Praktikum. Das bedeutet in manchen Fällen, dass Sie während des Praktikums Begleitveranstaltungen besuchen müssen. Ihre Teilnahme an diesen Veranstaltungen muss sichergestellt sein. Es gibt auch Fächer bzw. Seminare, in denen Lehrende die Praxisprojekte in die Schule begleiten. In diesen Fällen dürfte in der Regel ein Praktikum in Bielefeld oder der näheren Umgebung zwingend sein. In allen anderen Fällen gibt es von Seiten der Praktikumsvermittlung keine Einwände gegen Praktika außerhalb NRWs, zum Beispiel in Niedersachsen, Bayern oder Finnland.

Hinweis: Es gibt vereinzelt Fälle, in denen Studierende von Schulen in anderen Bundesländern dazu angehalten werden, verschiedenste Bescheinigungen der Universität beizubringen. z.B. die explizite "Erlaubnis" an der Schule xy ein Praktikum machen zu dürfen. Die Praktikumsvermittlung bittet um Verständnis: Solche Bescheinigungen werden nicht ausgestellt. Wir arbeiten in den "heissen Phasen" zu allen möglichen und unmöglichen Zeiten, damit wir über 1000 Praktikanten im Jahr vermitteln können. Unter diesen Umständen können wir nicht jedem Sonderwunsch nachkommen.

Letzte Änderung: 23.02.2009, lehrerausbildung@uni-bielefeld.de

Zeiten »

Wann finden die Blockpraktika im Frühjahr bzw. Spätsommer genau statt?

Zwar ändern sich die Zeiten je nach Lage der Schulferien und der vorlesungsfreien Zeit von Jahr zu Jahr, es gibt aber ein paar Faustregeln:

Das Praktikum im Frühjahr
- beginnt fühestens eine Woche nach Vorlesungsende;
- sollte möglichst nicht am Rosenmontag beginnen;
- sollte möglichst nicht bis in die letzte Woche vor den Osterferien reichen.

Das Praktikum im Spätsommer sollte frühestens zwei, besser drei oder vier Wochen nach Schuljahresbeginn starten. Sofern möglich, findet es im September statt.

Letzte Änderung: 23.02.2009, lehrerausbildung@uni-bielefeld.de