Praxisprojekt: Diagnostizieren und Fördern im Deutsch- und Mathematikunterricht

Die Fächer Deutsch und Mathematik bieten seit 2007 in Kooperation mit der Luisenschule in Bielefeld das Praxisprojekt "Diagnostizieren und Fördern im Deutsch- und Mathematikunterricht" an. In diesem Projekt arbeiten jeweils zwei Studierende mit einer Fördergruppe (i.d.R. 6 Schüler/innen). Begleitet wird dieses Praxisprojekt durch fachdidaktische Seminare, in denen die förderdiagnostischen Kompetenzen im Vordergrund stehen. Den Studierenden wird somit die Möglichkeit gegeben, bereits im Rahmen eines Praktikums elementare förderdiagnostische Kompetenzen für den Lehrerberuf aufzubauen. Gruppengröße und Aufgabenzuschnitt orientieren sich an den Möglichkeiten der Studierenden und vermeiden sowohl Unter- als auch Überforderung, die in gängigen Praktika oft unvermeidlich sind.

Aufgrund der durchweg hohen positiven Resonanz seitens der Studierenden und der beteiligten Schule soll dieses Praktikumsmodell durch die Beteiligung weiterer Schulen und Schulformen ausgeweitet werden. Die Universität Bielefeld sucht daher Schulen, die an einer Kooperation im Rahmen dieses Projekts interessiert sind.

Was können die Schulen von der Universität erwarten? »

  • Studierende übernehmen semesterbegleitend (Oktober bis Januar oder April bis Schuljahresende) selbstständig die Betreuung kleinerer Fördergruppen (ca. 5-10 Schüler).
  • Die Studierenden werden in den Fächern Deutsch und Mathematik systematisch auf die Fördermaßnahmen vorbereitet und von Lehrbeauftragten in der Schule oder schulnah begleitet.
  • Die Studierenden geben mindestens einen Unterrichtsentwurf mit den verwendeten Materialien ab, so dass in Schule und Universität sukzessive eine "Materialfundgrube" für den Förderunterricht aufgebaut werden kann.
  • Bei Bedarf: Vorstellung diagnostischer Verfahren, im Rahmen einer kurzen internen Fortbildung und Aufzeigen von Fördermöglichkeiten.

Was erwartet die Universität von Schulen, die sich beteiligen wollen? »

  • Eine positive Einstellung im Hinblick auf den Bereich Diagnose und Förderung. Dazu gehört Offenheit bezüglich vielfältiger Unterrichtsmethoden und u. U. die Bereitschaft zur Einarbeitung in diagnostische Testverfahren.
  • Wichtig ist ein ausreichendes Raumangebot. Im Fach Deutsch sind Computerarbeitsplätze mit Kopfhörern für die Diagnose und Förderung wünschenswert.
  • Flexibilität hinsichtlich der Förderzeiten ist in vielen Fällen notwendig: Das Studium geht vor, daher müssen die Förderzeiten in den Stundenplan der Studierenden passen!
  • Regelmäßiger Austausch zwischen den Fachlehrkräften und Praktikanten
  • Oft soll die Förderung aus hochschuldidaktischen Gründen anhand von Videoaufnahmen dokumentiert werden. Daher muss die Schule für die entsprechenden Einverständniserklärungen der Eltern sorgen
  • Die Studierenden erhalten Hospitationsmöglichkeiten im regulären Deutsch- bzw. Mathematikunterricht
  • An der kooperierenden Schule oder an einer Schule im näheren Umkreis findet sich eine Person, die bereit ist, einen bezahlten Lehrauftrag für die Betreuung der Praktikanten zu übernehmen.

Mögliche Probleme »

  • Wir vermuten, dass die Nachfrage seitens der Schulen größer sein wird, als unser Angebot. Wenn das zutrifft, werden wir die Kooperation mit jeder einzelnen Schule voraussichtlich auf zwei Jahre befristen, damit auch andere Schulen zum Zuge kommen.
  • Mit der Entfernung von der Universität werden vermutlich die Chancen sinken, hinreichend viele Studierende (ca. 10) an einzelne Schulen entsenden zu können. Wir werden dann versuchen, kooperierende Schulen zu finden.
  • Schulen, die im Projekt nicht zum Zuge kommen, können trotzdem profitieren, wenn auch nicht kostenfrei: Wir beabsichtigen Studierende, die das Projekt erfolgreich durchlaufen haben, an interessierte Schulen zu vermitteln. Die Vermittlungsleistung wird kostenlos sein, die Arbeitsleistung dieser im Förderunterricht bereits bewährten Studierenden allerdings nicht ...

Ihre Schule möchte sich beteiligen? »

Füllen Sie bitte unseren Fragebogen aus. Wir nehmen Sie dann in unsere Datenbank auf und informieren Sie über die weiteren Schritte.

Noch Fragen? »

Links in der Navigation finden Sie weitere Dokumente zum Projekt. Wenn Sie mehr wissen wollen, schreiben Sie eine Mail an praktikumsbuero-zfl@uni-bielefeld.de.

Work in progress »

Dieses Internetangebot und das Projekt selbst werden sich entwickeln. Nichts ist in Stein gemeißelt. Schauen Sie doch bei Gelegenheit wieder auf diese Seite.