Fragen und Antworten - Allgemeines zum Studium (FAQ)
Unter "FAQ", ausgeschrieben "Frequently Asked Questions", frei übersetzt "Fragen und Antworten", finden Sie Auskünfte rund um das Studium an der Universität Bielefeld.
Bachelor, Master, PhD »
Bachelor, Master und PhD bezeichnen drei Stufen akademischer Qualifizierung. Im Erst-Studium wird "Bachelor" studiert, daran kann ein Master-Studium anschließen und daran wiederum der PhD. (Die Qualifizierung im PhD kann in bestimmten Fällen auch ohne Master in Angriff genommen werden.)
Bachelor: Bakkalaureus, in den anglo-amerikanischen Ländern unterster akademischer Grad. Je nach Fachrichtung erhält der Titel einen unterschiedlichen Zusatz: B.A. für den Bachelor of Arts, B.Sc. für den Bachelor of Science. Ein Bachelor-Studium ist an der Universität Bielefeld i.d.R. auf eine Regelstudienzeit von drei Jahren ausgelegt und ist im Gegensatz zum Vordiplom oder zur Zwischenprüfung in herkömmlichen Studiengängen ein eigenständiger berufsqualifizierender Abschluß.
Master: Mittlerer akademischer Grad zwischen Bachelor und Doctor, entspricht dem Magister, dem Diplom oder dem ersten Staatsexamen im Lehramt. Das Master-Studium, das auf dem Bachelor oder einem äquivalenten Abschluß aufbaut, ist auf eine Studiendauer von ein oder zwei Jahren ausgelegt, je nach Abschluss.
Ph.D.: Anglo-amerikanischer Doktortitel. Steht für: Doctor of Philosophy in the Arts and Sciences.
Einschreibung, Bewerbung, Zulassungsbeschränkungen »
Hier ist zu unterscheiden zwischen Studiengängen mit (1) einer örtlichen Zulassungsbeschränkung und solchen, die (2) zulassungsfrei sind.
- Bachelor- und Master-Studiengänge mit örtlicher Zulassungsbeschränkung sind auf der Seite des Studierendensekretariats aufgelistet. Die Bewerbung erfolgt direkt bei der Universität Bielefeld, Studierendensekretariat. Um einen Platz in den zulassungsbeschränkten Studiengängen zu bekommen, müssen Sie sich beim Studierendensekretariat bewerben. Weitere Hinweise zum Bewerbungsverfahren erhalten Sie auf oben genannter Seite.
Wenn Sie wissen möchten, welcher NC bei Studiengängen mit örtlicher Zulassungsbeschränkung im letzten Jahr galt, sehen Sie bitte hier nach. - In zulassungsfreie Studiengänge (alle anderen) kann man sich vom 01.06. bis zum 30.09. bzw. vom 01.02. bis zum 31.03. einschreiben. Hinweise zum Einschreibungsverfahren erhalten Sie hier:
http://www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Studium/ Studierendensekretariat/Einschreibung/
Zusatzinformation: Für die Bachelor-Fächer Anglistik (Kern- und Nebenfach), Kunst/Musik (Nebenfach) und Mediengestaltung ist ein Eignungstest erforderlich. Die Zugangsvoraussetzungen für die Fächer im Master entnehmen Sie bitte den entsprechenden Internetseiten.
Zu Beginn »
Hier gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten:
- Zu jedem Fach gibt es eine Internetseite mit Übersichten zum Studienverlauf. Gehen Sie einfach auf die Seite "Studienangebot im Bachelor" und klicken Sie auf Ihr Fach.
- Die Zentrale Studienberatung veröffentlicht rechtzeitig vor Semesterbeginn Hinweise auf Vorkurse und Einführungsveranstaltungen.
- In allgemeinen Fragen zum Studium können Sie sich auch bei der Zentralen Studienberatung persönlich beraten lassen.
- Spezifische Fragen zu den Fächern beantworten die Studienberatungen der Fächer. Die Ansprechpartner finden Sie, wenn Sie auf die Seite "Studienangebot im Bachelor" gehen und auf Ihr Fach klicken.
Ordnungen, Bestimmungen, Netzpläne »
Ja, aber alles zu seiner Zeit.
- Zur allgemeinen Orientierung und für viele alltägliche Fragen reicht der für Ihr Studienziel zutreffende Netzplan. Hier sehen Sie auf einen Blick den Aufbau des Studiums. In den meisten Fällen werden Ihnen Kurzinfos angezeigt, wenn Sie mit der Maus über die Module fahren, der Klick auf ein Modul führt Sie entweder direkt zum Lehrangebot im Modul oder zunächst auf eine umfangreiche Beschreibung und dann zum Lehrangebot.
- Die "Prüfungs- und Studienordnung" und die "Fächerspezifischen Bestimmungen" sollten Sie aber unbedingt in der Anfangszeit Ihres Studiums lesen und im Blick behalten. Die "Prüfungs- und Studienordnung" legt allgemeine Grundsätze für alle Fächer fest. Die Regelungen (z. B. zu Einzelleistungen) zu kennen, ist vor allem in Konfliktfällen sehr hilfreich. Das gilt ebenso für die Fächerspezifischen Bestimmungen, in denen der rechtliche Rahmen für Ihr Fach abgesteckt ist.
Wichtig: Wir erleben gelegentlich, dass Studierende Vorgaben nicht eingehalten haben und sich dann auf eine fehlerhafte persönliche Beratung berufen ("mir wurde gesagt"). Grundlage für Ihr Studium sind die oben genannten Dokumente, nicht das, was Sie "gehört" haben - schon gar nicht, wenn Sie es nicht von der zuständigen Studienberatung gehört haben und nicht genau wissen, wer Ihnen falsche Auskünfte gegeben hat.
Was sind eigentlich Module? »
Vereinfacht ausgedrückt: Module bündeln das, was zusammen gehört!
Module sind nach inhaltlichen und thematischen Gesichtspunkten gebildete Einheiten, die sich über maximal zwei Semester erstrecken. Diese Einheiten können sich aus verschiedenen Lehr- und Lernformen zusammensetzen: klassische Formen wie Vorlesungen, Übungen, Seminare, aber auch neue Formen multimedialen und internetbasierten Lernens können Elemente von Modulen sein.
Module sollen im Bielefelder Modell u.a.
- durch eine systematische Ausgestaltung und Abfolge zu einem geordneteren Wissen führen:
- durch Anwendung verschiedener aktivierender Arbeitstechniken, Präsentationstechniken und Lehr- Lernformen Vermittlungskompetenzen vorbereiten/fördern;
- durch nachvollziehbare Beschreibung angestrebter Teilqualifikationen den Studierenden ein eigenverantwortliches Studium und rationale(re) Entscheidungen über ihre individuellen Berufsprofile ermöglichen;
- durch Multifunktionalität eine Verwendbarkeit für mehrere Abschlüsse ermöglichen.
Leistungspunkte, Credit Points »
"Leistungspunkte" und "Credit Points" werden synonym gebraucht. Sie beschreiben den angenommenen Arbeitsaufwand von Studierenden. Dabei entspricht ein Leistungspunkt 30 Arbeitsstunden. Das Bachelor-Studium ist so angelegt, dass Studierende bei einem Arbeitsvolumen von 40 Stunden pro Woche und 45 Arbeitswochen im Jahr das Studium in der Regelstudienzeit abschließen können.
Die bislang üblichen Berechnungen für den Zeitaufwand im Studium basierten auf der Anwesenheitszeit in Lehrveranstaltungen. Diese Größe sagt aber über die Arbeitsbelastungen wenig aus: Die Vor- und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen, der Zeitaufwand für Leistungsnachweise und die Vorbereitung auf Prüfungen gingen in diese Rechnungen nicht ein. Für eine Lehrveranstaltung von 2 Stunden pro Woche bei einer Vor- und Nachbereitungszeit von 30 Minuten wurde die gleiche Zeit angerechnet wie für eine Lehrveranstaltung von 2 Stunden pro Woche bei einer Vor- und Nachbereitungszeit von 5 Stunden. Leistungspunkte beziehen den Arbeitsaufwand ein.
Kernfach und Nebenfach »
Kernfach und Nebenfach unterscheiden sich zunächst durch den Umfang des Studiums: Das Kernfach hat den doppelten Umfang des Nebenfachs. Das Kernfach hat darüber hinaus auch eine besondere Bedeutung für ein weiterführendes Studium und für die angestrebte berufliche Tätigkeit. Im Kernfach entscheidet sich in der Regel, welche weiterführenden Masterstudiengänge studiert werden können und für welche Praxisfelder sich Studierende qualifizieren. Dafür werden in den Fächern Profile zur Spezialisierung und Vertiefung angeboten.
Wichtig für Studierende, die Lehrer(in) werden wollen: Das Nebenfach wird im Bachelor zwar in geringerem Umfang studiert, trotzdem werden alle rechtlichen Anforderungen des Landes NRW und der Kultusministerkonferenz für die Unterrichtsfächer und Erziehungswissenschaft eingehalten; teilweise werden die Vorgaben sogar übertroffen. Diese Vorgaben haben zumeist quantitativen Charakter. Qualitativ, das ist der Anspruch des Modellversuchs, soll das Studium verbessert werden.
Vertiefendes Nebenfach »
In den meisten Fällen besteht das Bachelor-Studium an der Universität Bielefeld aus der Kombination eines Kernfachs mit einem Nebenfach aus einer anderen Disziplin. Es gibt aber auch die Kombination eines Kernfachs mit einem speziellen, vertiefenden Nebenfach aus der gleichen Disziplin (Beispiel: Kernfach Physik mit Nebenfach Vertiefung Biophysik). Eine solche Kombinationsmöglichkeit von Kern- und vertiefendem Nebenfach bieten die Fächer Biologie, Chemie, Kognitive Informatik, Mathematik, Naturwissenschaftliche Informatik, Physik, Psychologie, Soziologie, Sportwissenschaften, Umweltwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften.
In Biochemie, Biologie, Chemie, Kognitive Informatik, Naturwissenschaftliche Informatik, Soziologie, Sportwissenschaften, Umweltwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften entspricht diese Kern-/Nebenfach Kombination ergänzt um ein nachfolgendes MA-Studium dem früheren Diplom. Dabei bietet das System gestufter Studiengänge aber vielfältigere Möglichkeiten zur individuellen Profilierung.
Nebenfach: Pflicht? »
Achtung: Wenn Sie LehrerIn werden wollen, achten Sie bitte unbedingt darauf, dass Sie nur kursiv gedruckte Fächer kombinieren!
Kombinationsmöglichkeiten »
Achtung: Wenn Sie LehrerIn werden wollen, achten Sie bitte unbedingt darauf, dass Sie nur kursiv gedruckte Fächer kombinieren!
Ein-Fach-Bachelor / Zwei-Fach-Bachelor »
In den meisten Fällen besteht das Bachelor-Studium an der Universität Bielefeld aus der Kombination eines Kernfachs mit einem Nebenfach aus einer anderen Disziplin. Dafür wird der Ausdruck "Zwei-Fach-Bachelor" benutzt. Es gibt aber Ausnahmen, u.a. die sogenannten "Ein-Fach-Bachelor". In diesen Fällen besteht der Bachelor immer nur aus einem (entsprechend umfangreicheren) Studienfach: Bioinformatik und Genomforschung, Health Communication, Klinische Linguistik, Mediengestaltung und Politikwissenschaft. Diese Studiengänge sind in Übersichten oft mit einem "(A)" wie Ausnahme versehen.
Daneben wird der Begriff "Ein-Fach-Bachelor" auch noch für die Kombination eines Kernfachs mit einem speziellen, vertiefenden Nebenfach aus der gleichen Disziplin benutzt.
Was heißt "konsekutiv"? »
Das heisst zunächst nichts anderes als: gestuftes Studium. Im Unterschied zum bisherigen Modell, in dem man sich an der Universität in einen Studiengang einschrieb, um ihn nach 9 oder 10 Semestern (hoffentlich) erfolgreich zu beenden, ist das Studium in gestuften Studiengängen flexibler angelegt: Sie studieren zunächst 6 Semester einen Bachelor-Studiengang, die erste Stufe. Wenn Sie meinen, der Bachelor genügt, können Sie die Universität mit einem Abschluss verlassen (Sie können dann aber nicht Lehrer/in werden, dazu brauchen Sie beide Stufen). Wenn Sie weiter studieren möchten, gehen Sie in die 2. Stufe, das Masterstudium (4 Semester). Zu diesem Zeitpunkt müssen Sie natürlich auch entscheiden, in welche Richtung Sie das Studium weiterführen möchten. In der Regel stehen Ihnen mit einem Bachelor-Abschluss verschiedene Masterstudiengänge offen.
Übrigens: Selbst die Entscheidung, die Universität mit einem Bachelor-Abschluss zu verlassen, ist nicht endgültig. Sie können auch einige Jahre in einem Beruf arbeiten und erst dann ein Masterstudium aufnehmen.
Soweit die vereinfachte Erklärung. Etwas komplizierter wird es deshalb, weil Sie sich in vielen Fällen, vor allem, wenn Sie Lehrer/in werden wollen, schon im Bachelor-Studium auf ein Berufsfeld hin orientieren sollten (oder, um Zeitverluste zu vermeiden, oft orientieren müssen). Anders ausgedrückt: Sie sollten sich im Bachelor ein inhaltliches und berufsfeldbezogenes Profil geben. Wenn Sie Lehrerin werden wollen, brauchen Sie z.B. ein eher breites fachliches Profil und didaktisches Wissen. Sie setzen entsprechend, unterstützt durch Studienberatung und Studienverlaufspläne, im fortgeschrittenen Bachelorstudium andere Schwerpunkte als Studierende, die in nicht-schulische berufliche Richtungen gehen wollen.
Ausführlichere Informationen zum Thema finden Sie vor allem im Bereich "Studienmodell"
Leistungsanforderungen »
Sie sind anders: Leistungsüberprüfungen finden während des Studiums (in den Modulen) statt, nicht, wie in den alten Studiengängen, in einem Prüfungsmarathon am Ende des Studiums. Die Studierenden müssen also kontinuierlichere Leistungen erbringen. Dies hat zumindest folgenden Vorteil: Die Studierenden wissen schon während des Studiums, wie ihre Leistungen eingeschätzt werden.



