Hinweis: Diese Seite bezieht sich auf das Studium nach dem Studienmodell 2002. Informationen zum Studium nach dem neuen Studienmodell ab dem WiSe 2011/2012 finden Sie auf den neuen Informationsseiten. Beachten Sie dabei bitte auch die Informationen zur neuen Studienstruktur. Bereits eingeschriebene Studierende studieren in der Regel weiter nach dem Studienmodell 2002.
Wozu Bachelor? Wozu Master? Ich möchte Lehrer(in) werden!
Kein Problem - sofern nach Studium und Referendariat genügend Stellen für Lehrer(innen) mit Ihrer Fächerkombination an den Schulen frei sind. Und das ist vielleicht doch das Problem: Niemand kann mit Sicherheit sagen, ob Sie in 5-8 Jahren tatsächlich in den Schuldienst eintreten werden. Vielleicht stellen Sie ja auch im Studium fest, dass Lehrer(in) nicht der richtige Beruf für Sie ist! Die gestuften Studiengänge sollen Ihnen in jedem Fall weitere Optionen eröffnen, damit Sie nicht auf einen Beruf festgelegt sind, den Sie dann vielleicht doch nicht ergreifen (können).
Konkret funktioniert das so: Sie schreiben sich für das Bachelor-Fach ein, das Sie am meisten interessiert oder das Ihren beruflichen Wünschen besonders nahe kommt. Dies ist Ihr Kernfach. Dazu wählen Sie ein Nebenfach. Dieses Nebenfach können Sie unter verschiedenen Gesichtspunkten wählen: es kann
- eine sinnvolle fachliche Ergänzung zu Ihrem Kernfach sein,
- ein fachlich eher entferntes zweites Unterrichtsfach sein, das aber gute Einstellungschancen als Lehrer(in) bietet (das macht nur Sinn, wenn Sie sicher sind, dass Sie Lehrer(in) werden wollen),
- das Fach Erziehungswissenschaften sein, das Sie, wenn Sie Lehrer(in) werden wollen, auf jeden Fall studieren müssen (ob im Bachelor oder Master ist Ihnen frei gestellt).
Im Verlauf Ihres mindestens sechs-semestrigen Bachelor-Studiums, zumeist im dritten oder vierten Semester, müssen Sie entscheiden, welche Berufsperspektive Sie verfolgen wollen. Wenn Sie sich dann für den Beruf Lehrer/in entscheiden, kommt danach die Entscheidung für eine Schulform: Für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen müssen Sie andere Wege einschlagen als für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen. Diese zweite Entscheidung ist von Fach zu Fach unterschiedlich; sie fällt spätestens gegen Ende des Bachelor-Studiums.
Im Master-Studium, das Sie, wenn Sie Lehrer(in) werden wollen, auf jeden Fall absolvieren müssen, ergeben sich verschiedene Varianten in Abhängigkeit von der angestrebten Schulform und den Fächern, die Sie im Bachelor studiert haben. Vor dem Wechsel in den Master of Education nehmen Sie an einem Beratungsverfahren teil. Hier wird schriftlich festgehalten, welche Anforderungen zu erfüllen sind, damit Sie das Master-Zeugnis und das Zeugnis über die Erste Staatsprüfung erhalten. Grundsätzlich dauert ein Master-Studium für
- das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen zwei,
- das Lehramt an Grund, Haupt- und Realschulen in Kombination mit dem Lehramt für Sonderpädagogik vier und
- für das Lehramt Gymnasium/Gesamtschulen ebenfalls vier Semester.
Wer im Bachelorstudium zwei Unterrichtsfächer gewählt hat, studiert jetzt vorrangig Erziehungswissenschaft und ergänzt, falls das Lehramt Gymnasium gewählt wird, das als Nebenfach gewählte Unterrichtsfach. Wer erst ein Unterrichtsfach studiert hat, kombiniert mit Erziehungswissenschaft, studiert in der Masterphase vorrangig das zweite Unterrichtsfach. Einige Fächer können wegen des erforderlichen Studienaufwands allerdings nur im Bachelor gewählt und ggf. im Master ergänzt, aber nicht komplett im Master studiert werden; siehe dazu die Tabelle zu den Studienfächern. Für einzelne Fächer gelten Zugangs- oder Zulassungsbeschränkungen. Weitere Hinweise finden Sie auf den Seiten der Fächer (s.o. unter "Bachelor" und "Master of Education").


