Modultitel
- Biotechnologie II
Modultitel (Englisch)
- Biotechnology II (Reaction engineering)
Lehrveranstaltungen des Moduls
- Reaktionstechnik (Vorlesung und Übung, 3 + 1 SWS)
- Grundoperationen (Vorlesung und Übung, 3 + 1 SWS)
Modulverantwortliche(r)
Lehrinhalte
Die Grundlagen der Bioprozesstechnik werden vermittelt. Es beginnt mit der Reaktionstechnik und setzt sich im folgenden Semester mit den Grundoperationen fort. Die Reaktionstechnik wird am Beispiel enzymatischer Reaktionen eingeführt. Reaktionskinetik, Reaktorverhalten und das Zusammenspiel von Reaktion und Stofftransport werden an diesen rein reaktiven Systemen diskutiert. Die Kultivierungstechnik für mikrobielle Systeme und pflanzliche sowie tierische Zellen werden im zweiten Teil der Veranstaltung präsentiert. Hier stehen besondere Verfahrensstrategien im Mittelpunkt.
Im Teil Grundoperationen werden die Verfahren zur Aufarbeitung biotechnischer Produkte präsentiert. Dies reicht von der Zellabtrennung über Zellaufschluss bis zur chromatographischen Aufreinigung von Proteinen. Im Vordergrund stehen die Grundoperationen, die den Bedürfnissen der Biotechnologie in besonderer Weise entgegenkommen. Hierzu gehören insbesondere auch Membranprozesse und Extraktionsverfahren.
Parallel hierzu findet jeweils eine Übung statt, die auf das Praktikum im nachfolgenden Semester vorbereitet. Dies ist generell vorgesehen, um aus der Verknüpfung von Theorie und Praxis ein Maximum an Lerneffekt zu erzielen.
Kompetenzen
Die Studierenden sollen das optimale Zusammenspiel von Reaktions- bzw. Wachstumskinetik, Reaktorverhalten und Prozessführung für die Überführung biotechnischer Prozesse in die Praxis ableiten können. Die Prozesstechnik der Grundoperationen soll die Planung einer Sequenz von Aufarbeitungsprozessen zur Überführung biotechnischer Rohprodukte in eine marktfähige Form erschließen.
Anzahl Einzelleistungen (benotet und unbenotet)
je eine benotete Einzelleistung in beiden Semestern
Prüfungsformen
je eine Klausur
Voraussetzungen für die Vergabe von Leistungspunkten
Voraussetzung für die Vergabe von Leistungspunkten ist das jeweilige Bestehen der beiden Klausuren.
Arbeitsaufwand und Leistungspunkte
Jede der beiden Teilveranstaltungen umfasst 4 SWS bzw. 60 Zeitstunden Präsenz. Für das Selbststudium sollten 60 und für die Prüfungsvorbereitungen nochmals 30 Zeitstunden reichen. Das ergibt einen Arbeitsaufwand je Teilveranstaltung von 150 Zeitstunden.
Je Teilveranstaltung werden 5 LP vergeben, also insgesamt 10 LP für das Modul.
Teilnahmevoraussetzungen und Vorkenntnisse
Die Veranstaltung baut auf dem Modul Biotechnologie I auf.
Modultyp und Verwendbarkeit
Pflichtmodul für die Bachelorstudiengänge
- Molekulare Biotechnologie
- Naturwissenschaftliche Informatik (Vertiefung Biotechnologie)
Das Bestehen der benoteten Einzelleistungen ist Voraussetzung für die Zulassung zur Veranstaltung Biotechnologie II - Praktikum, das in normalem Turnus im 5. Semester stattfindet.
Dauer des Moduls / Angebotsturnus
Das Modul erstreckt sich über zwei Semester und ist für das 3. und 4. Semester des Bachelor-Studiengangs Molekulare Biotechnologie vorgesehen. Im Bachelor-Studiengang Naturwissenschaftliche Informatik mit dem Profil Biotechnologie sind die Veranstaltungen im 5. und 6. Semester vorgesehen. Die erste Teilveranstaltung wird daher im Wintersemester und die zweite im Sommersemester in jährlichem Zyklus angeboten.


