Modultitel

  • Fermentationstechnik

Modultitel (Englisch)

  • Fermentation engineering

Lehrveranstaltungen des Moduls

Das Modul gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil mit einem Umfang von je 4 SWS bzw. 5 LP. Der theoretische Teil gliedert sich in 3 SWS Vorlesung und 1 SWS Seminar.

Modulverantwortliche(r)

Lehrinhalte

Die Vorlesung beinhaltet alle Aspekte der Kultivierung von mikrobiellen Organismen (Fermentationstechnik). Sie beginnt mit einer Rekapitulation der wesentlichen Aspekte der Bilanzierung der Grundtypen von Bioreaktoren. Verschiedene Kultivierungstechniken, die im kleinen Maßstab in paralleler Form für Screeningzwecke eingesetzt werden, sind Gegenstand gründlicher Erörterung. Gängige Kultivierungsarten, die zu Hochzelldichtefermentationen führen, werden vorgestellt. Dies beinhaltet auch repetitive und kontinuierliche Kultivierungsprozesse. Für die Anreicherung verbesserter Klone ist der Aspekt der Populationsdynamik in satzweise und kontinuierlich betriebenen Fermentern von Interesse. Verfahren der Produktisolierung werden im Zusammenhang mit Kultivierungsprozessen angesprochen. Der Stoff der Vorlesung wird durch programmierte Korrelationen und Simulationen unterstützt, um ein Gefühl für die verfahrenstechnischen Zusammenhänge zu vermitteln.

Das Seminar dient dazu, einzelne Aspekte der Fermentationstechnik auf der Basis zur Verfügung gestellter Literatur ausarbeiten zu müssen. Über diese Themen wird in Kurzvorträgen referiert und anschließend diskutiert, um einen kritischen Umgang mit der Materie zu schulen.

Im Praktikum sollen die Studierenden den Umgang mit Bioreaktoren vertiefen und Strategien für ausgewählte Prozessführungen wie z.B. für Hochzelldichtefermentationen erlernen.

Kompetenzen

Wissen zur Kultivierung von Mikroorganismen in der Fermentationstechnik. Praktische Ausführung von speziell geregelten Kultivierungsverfahren. Schulung der Präsentation von Daten und deren Diskussion.

Anzahl Einzelleistungen (benotet und unbenotet)

eine benotete Einzelleistung für den theoretischen Teil und eine unbenotete Einzelleistung für das Praktikum

Prüfungsformen

Für den theoretischen Teil eine mündliche Prüfung (benotet) und ein Seminarvortrag (unbenotet). Antestate und Versuchsprotokolle für das Praktikum (unbenotet).

Voraussetzungen für die Vergabe von Leistungspunkten

Teilnahme an Vorlesung, Seminar, Seminarvortrag, mündliche Prüfung: 5 LP
Teilnahme am Praktikum, Antestate, Versuchprotokoll: 5 LP

Arbeitsaufwand und Leistungspunkte

Präsenzzeiten: 2V, 2S, 5Pr
Selbststudium: 120h
Protokollanfertigung: 30h
Seminarvortrag Vorbereitung: 25h
Vorlesung & Seminar: 5 LP
Praktikum: 5 LP

Leistungspunkte für das Modul: 10 LP

Teilnahmevoraussetzungen und Vorkenntnisse

Theoretische Vorkenntnisse in Biochemie, Mikrobiologie und Bioverfahrenstechnik
Praktische Vorkenntnisse in Biochemie, Mikrobiologie und Bioverfahrenstechnik

Modultyp und Verwendbarkeit

Wahlpflichtmodul für die Masterstudiengänge

  • Molekulare Biotechnologie (Spezialisierung Biotechnologie I bis IV, der theoretische Teil (3V + 1S) allein auch als Spezialisierung Biotechnologie V oder VI)
  • Naturwissenschaftliche Informatik (Vertiefung Naturwissenschaften)

Dauer des Moduls / Angebotsturnus

Zeit: zwei Semester, Turnus: jährlich, Beginn: Wintersemester
Empfohlen: 1. Semester Master-Studiengang