Modultitel
- Probabilistische Graphische Modelle
Modultitel (Englisch)
- Probabilistic Graphical Models
Lehrveranstaltungen des Moduls
- Einführung in Probabilistische Graphische Modelle (Vorlesung und Übung)
Modulverantwortliche(r)
Lehrinhalte
Probabilistische Graphische Modelle oder engl. Probabilistic Graphical Models (PGMs) sind eine Mischung aus Wahrscheinlichkeitstheorie und Graphentheorie. In den letzten Jahren hat sich herauskristallisiert, dass diese einen sehr natürlichen Zugang zu Umgang mit Unsicherheit und Komplexität in vielen Problemfeldern bieten. Einsatzgebiete erstrecken sich von Mustererkennung (Sprache, Bilder, Bioinformatik, etc.), über medizinische Anwendungen (Diagnose) bis zu Hilfeassistenten in Betriebsystemen (Welches Ziel verfolgt der Benutzer?).
In dem Modul werden zunächst die Grundlagen erarbeitet, auf denen die verschiedenen Ausprägungen von PGMs (Hidden-Markov-Modelle, Bayes’sche Netzwerke, Markov-Random-Fields, etc.) basieren. Dabei liefert die Theorie der PGMs eine einheitliche Betrachtungsweise auf die Probleme der Inferenz (Schlussfolgern) und des Parameterlernens, die teilweise auch auf (teil-) kontinuierliche Modelle, wie z.B. PCA oder Kalman-Filter, ausgedehnt werden kann. Auf das Lernen der Struktur wird am Beispiel der Bayes’schen Netzwerke eingegangen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Vorlesung liegt darin, die Art und Weise der Problemmodellierung mit PGMs zu verstehen. Dies wird anhand von verschiedenen Beispielen aus den Gebieten Computer-Sehen, Spracherkennung, Bioinformatik und Diagnose diskutiert. In der Blockübung am Ende der Vorlesung wird der praktische Umgang mit PGMs anhand einer ausgewählten Problemstellung vertieft.
Kompetenzen
Es wird der systematische Umgang mit Problemstellungen vermittelt, die durch unsicheres Wissen gekennzeichnet sind, d.h. es sind nicht alle Fakten bekannt, Messungen können nur ungenau durchgeführt werden oder nicht alle Zusammenhänge sind bekannt. Dies ist in sehr vielen praktischen Problemen und Forschungsfeldern der Fall, in denen Daten interpretiert werden müssen, wie z.B. in den Naturwissenschaften oder im Bereich kognitive Systeme.
Anzahl Einzelleistungen (benotet und unbenotet)
eine benotete oder unbenotete Einzelleistung
Prüfungsformen
mündliche Prüfung (benotet) oder Kolloquium (unbenotet)
Voraussetzungen für die Vergabe von Leistungspunkten
Bestehen der mündlichen Prüfung (benotet) oder des Kolloquiums (unbenotet) über die Vorlesung und Übung ergibt 5 LP.
Arbeitsaufwand und Leistungspunkte
| Einführung in Probabilistische Graphische Modelle: Vorlesung Nachbereitung der Vorlesung Übung Vorbereitung der Übung Vorbereitung auf die Modulprüfung: gesamt: 150h = 5 LP |
2 SWS x 16 Wochen 2h/Woche x 16 Wochen 2h/Woche x 16 Wochen 1h/Woche x 16 Wochen |
= 30h = 30h = 30h = 15h = 45h |
Teilnahmevoraussetzungen und Vorkenntnisse
keine
Modultyp und Verwendbarkeit
Wahlpflichtmodul für die Bachelorstudiengänge
- Naturwissenschaftliche Informatik (WP Vertiefung Informatik)
- Kognitive Informatik (WP Intelligente Systeme)
- Bioinformatik und Genomforschung (WP Bioinformatik und Genomforschung)
- Nebenfach Informatik (WP Vertiefung Informatik)
Wahlpflichtmodul für die Masterstudiengänge
- Naturwissenschaftliche Informatik (Grundlagen Ergänzung)
- Intelligente Systeme (Grundlagen Ergänzung)
Dauer des Moduls / Angebotsturnus
Wintersemester: Einführung in Probabilistische Graphische Modelle
jährlich


